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Das Schweigen brechen! Covid19 – Gegen Gewalt an Frauen und Kindern!
Das Schweigen brechen!
Covid19 - Gegen Gewalt an Frauen und Kindern!
Die täglichen Nachrichten über wachsende sexuelle, psychische und physische Gewalt an Frauen, und vor allem an Kindern, empört viele Menschen. Es gibt zu wenig Schutzräume und finanzielle Mittel für Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind.
Die besonderen Herausforderungen durch die Corona- Pandemie bringen die Frauen an den Rand ihrer Kräfte. Viele berichten: „Ich mache die Augen und Ohren zu, will nichts mehr sehen, hören und fühlen. Ich funktioniere nur noch für meine Familie. Zeit für mich und meine Interessen habe ich noch weniger, als vor Corona“
Die Sorgen um die Existenz belasten die Menschen allgemein mehr als vor der Pandemie und verunsichern die Gesellschaft. Eine besorgniserregende Entwicklung für die Familien und eine besondere Belastung für Frauen.
Wir Frauen von der der Frauengruppe Courage Essen wollen uns nicht damit abfinden. Seit 29 Jahren fordern wir eine Gesellschaft ohne Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung für Frauen, Männer und Kinder. Eine Gesellschaft, in der Frauenrecht Menschenrecht ist. Unsere Erfahrung können wir so zusammenfassen: „Frauen sind stark – organisiert sind wir stärker. Nur wer gemeinsam kämpft, kann gewinnen!“
Die Ängste und die Sorge der Frauen, noch mehr Gewalt und Unterdrückung zu erleben nehmen wir sehr ernst. Die Opfer müssen schneller Hilfe und sichere Unterstützung und Begleitung bekommen. Die Täter müssen härter bestraft werden als bis jetzt.
Der bedeutendste Gewaltschutzvertrag in Europa, die Istanbul- Konvention, muss endlich strafrechtlich und in der Gesellschaft umgesetzt werden, zum Schutz von Frauen und Kindern gegen geschlechtsspezifische Gewalt, für ein Recht auf körperliche Unversehrtheit!
Gewalt an Frauen hat viele Gesichter, sie passiert nicht nur im familiären Umfeld.
Sie ist strukturell bedingt, Teil unserer Gesellschaft. In Betrieben, Schulen, in der Ausbildung, im Internet, in der Werbung, in den Flüchtlingslagern. Die Duldung und leider auch Förderung von rassistisch, faschistisch oder hinter Religionen versteckter sexualisierter Gewalt an Frauen und Kindern ist eine ernste Gefahr für die Frauenrechte, die wir uns in den letzten Jahrzehnten erkämpft haben.
Frauen und Kinder leiden am meisten unter dieser Entwicklung und das hört auch von alleine nicht auf. Frauen tragen die größte Last der ganzen gesellschaftlichen Krisen. Sie sind weltweit die stärksten Kämpferinnen für gesellschaftliche Veränderungen. Von ihnen wollen wir lernen und wollen das Schweigen um die tatsächlichen Sorgen und Nöte der Frauen in Deutschland brechen.
Am 11.10. haben wir uns mit 7 Frauen getroffen und sehr intensiv diskutiert und beschlossen:
Wir wollen auf jeden Fall eine richtige Kampagne zum Thema starten!
Niemand soll mehr sagen können: „Ich habe das nicht gewusst“! Und niemand soll mehr denken: „Ich kann nichts tun“.
Das nächste Treffen ist
Am Sonntag, den 18. 10. 2020
Um 17:30 Uhr
Im Couragezentrum Essen, Goldschmidtsraße 3
Wegen Corona und daher begrenzter Teilnehmerinnenzahl
bitten wir um Anmeldung!
Frauenverband Courage Essen,
Tel: 0201-581319 (Cosmo) oder 556323 (Keil),
Email: ed.liam@nesse-egaruoc,
Home: couragezentrum-essen.de
Unser Leimotiv ist:![]()
Update: Moria brennt! Sofortige Evakuierung des Lagers!
Moria brennt!
Sofortige Evakuierung des Lage
rs!
Schluss mit der menschenverachtenden Flüchtlingspolitik der EU!
Wir haben Sach- und Geldspenden gesammelt. Sie sind bitter nötig. Gerade jetzt wieder! Denn wie wir von unsrer Partnerorganisation Solidarität International heute erfahren haben, ist dieser Brand nicht überraschend, eine vorhersehbare Katastrophe. Unsere Sorge gilt vor allem den Frauen und Kindern, die schon vor dem Brand Opfer von Gewalt, Vergewaltigungen waren und jetzt, auf der Flucht, auf der Straße, irgendwo noch mehr bedroht sind.
Solidarität International berichtet: „In den frühen Morgenstunden des 9. September wurde ein Großbrand in dem für 2500 Bewohner
gebauten, jedoch von ca. 12.000 Flüchtlingen besiedelten Camps Moria/Lesbos/Griechenland
bekannt. Im Rahmen des im März 2020 geschlossenen Solidaritätspaktes zwischen
Solidarität International (SI) und der Selbstorganisation der Flüchtlinge und der armen
Bevölkerung auf Lesbos „OXI“ wenden sich die Initiatoren nunmehr an die Öffentlichkeit.
Michalis Aiwaliotis, Partner des Solidaritätspaktes zwischen SI und OXI: „Ich habe diese Ereignisse
vorhergesehen und schon vor zwei Tagen sämtliche Behörden um Hilfe gebeten, weil
die berechtigte Empörung, ja Wut im Camp sich nach zahlreichen vergeblichen Protesten und
Forderungen nach Evakuierung weiter gesteigert hat. Stein des Anstoßes ist aktuell insbesondere
die Unterbringung der Infizierten im Haupthaus des Camps, anstatt sie in Krankenhäusern
zu behandeln und mit allen Kräften die Ausbreitung der Pandemie zu verhindern.“ (Telefonat
am 9.9.2020, 10.00 Uhr)
Wir sind weiter aktiv im Solidaritätspakt von Solidarität International und OXI (Selbstorganisation der Flüchtlinge in Moria und EinwohnerInnnen auf Lesbos).
Infos zu Soliaktionen folgen!
Geburtsurkunde für ALLE Babys!
https://fvcourage.de/schluss-mit-der-verweigerung-von-geburtsurkunden-fuer-babys-von-gefluechteten/
„Sorgt dafür, dass die Welt nicht in Stücke zerfällt, dass ein Menschen- gesicht sie erhält“
Für diese Zeilen aus einem französischen Widerstandslied steht Courage.
Und dafür stehen die Frauen der ganzen Welt!
Mit ihnen gemeinsam organisieren wir die 3. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Tunis,schon nächstes Jahr!
Der Kampf um Freiheit und Frieden hat ein weibliches Gesicht. Überall. Auch und gerade in Krisenzeiten!
Ohne den Kampf der Frauen für Gleichberechtigung, gegen sexualisierte, psychische, Kriegsgewalt und gegen ihre besondere Ausbeutung und Unterdrückung wird es nix mit dem Menschengesicht, wird es keinen Frieden und keine Freiheit weltweit geben.
1.Gegen unsere Schwestern in der Türkei, Ungarn und Polen wird mit brutaler Polizeigewalt ein regelrechter Krieg geführt.
Sie sagen „Nein zur Frauenhölle“, sie wollen, dass das europäische Abkommen zum Schutz der Frauen vor Gewalt erhalten bleibt und umgesetzt wird. Schutz zu Hause, auf den Straßen, am Arbeitsplatz und in Kriegen. Die rechten Regierungen wollen diese sogenannte Istanbulkonvention abschaffen, weil sie die Frauen schützt, die der „von der Natur vorgegebene Rolle“ den Kampf ansagen. Sie wollen, dass Frauen sich aus der Politik raushalten, dass die Männer bestimmen, was Recht ist – einschließlich des Rechts auf Frauenmord, Folter und politischer Verfolgung.
2.Unseren Schwestern in Belarus wird täglich von Lukaschenko und Co eingebleut, Frauen seien „grundsätzlich nicht in der Lage, ein Staatsamt auszuüben“. Genau das aber wollen die Frauen und kämpfen darum. Unsere Freundin Irina schreibt: „Der Protest in Belarus hat ein weibliches Gesicht! Der seit 26 Jahren regierende Lukaschenko hat einen brutalen Terror gegen sein Volk, gegen uns Frauen entfesselt. Tausende Menschen wurden verhaftet, über 100 sind bis heute vermisst, man hat alle Gründe zu glauben, dass sie zu Tode gequält wurden. Hunderte verbrachten qualvolle Tage und Nächte in den Foltergefängnissen …Die Frauen fordern, die Gewalt zu stoppen, politische Gefangene unverzüglich zu befreien, die Schuldigen vor Gericht zu stellen und neue freie Wahlen durchzuführen. Ohne Lukaschenko!“
3.In Deutschland sind selbstbewusste, fortschrittliche und linke Frauen besonders zum Ziel von Hass und Frauenverachtung, bis hin zu Morddrohungen durch Reaktionäre und Faschisten geworden. Ja, hier und heute, bei uns in Deutschland! Die Motive sind letztlich dieselben wie überall auf der Welt. Frauen sollen dienen, gehorchen und verfügbar sein. Unentgeltlich und würdelos. Bloß nicht so aufmüpfig wie unsere Couragefrauen, zum Beispiel
>wie Monika im Stadtrat Gelsenkirchen oder der revolutionären Weltorganisation ICOR
>oder wie Eva, die Lehrerin, die ihre Schüler einfach nur über die auch extrem frauenfeindlichen Ziele der AFD aufklärte.
4.Wir wissen aus eigener Erfahrung: Nur wer kämpft, kann gewinnen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren! Wie sonst hätten wir vom Frauenverband Courage unsere Gemeinnützigkeit wieder bekommen? Acht Jahre ist unser Verband öffentlich, politisch und juristisch am Ball geblieben und hat gewonnen! Gewonnen gegen den berühmt-berüchtigten Verfassungsschutz und seine Lügen. Gewonnen mit starken Verbündeten in der Verteidigung unserer Grundsätze und, dass wir uns nicht vorschreiben lassen, mit wem wir zusammenarbeiten, in der ganzen Bandbreite von Religion bis Revolution. Wir gratulieren uns allen zu diesem Erfolg!
Kundgebung 1.9. zum Antikriegstag!
?Kommt zur Kundgebung am Antikriegstag in Essen!
Wann?
Am Dienstag, den 1. September 2020,
Uhrzeit?
Um 17 Uhr
Wo?
Auf dem Kennedyplatz!
Am 1. September 1939 begann das faschistische Deutschland den 2. Weltkrieg.
60 bis 70 Millionen Tote, Flucht, Exil, beispiellose Barbarei und Zerstörung.
Fast alle unserer Essener Couragefrauen haben persönliche Erfahrungen damit.
Geschwister verhungert, Mütter und Großmütter vergewaltigt, Ablehnung und Not in der neuen Heimat.
In deutschen Familien wurde selten darüber gesprochen. Bei Courage schon.
Der Erfahrungsaustausch mit unseren geflüchteten Frauen aus den Kriegsgebieten der Welt und aus den Ländern der extremsten Unterdrückung der Frauen hilft uns gegenseitig.
Wir wissen: Waffen werden nicht gebaut, weil sie so schön sind, sondern weil sie Profite bringen – dafür werden sie verkauft und verbraucht, also gegen Menschen eingesetzt.
Die sogenannte „Verteidigung unserer Interessen“ im Ausland ist ein Kampf um Einflussgebiete, Macht und Geld.
Das ist nicht unser Kampf – das ist der Konkurrenzkampf der Imperialisten um die Weltherrschaft.
Im Bundeshaushalt 2020 sind 45,2 Milliarden Euro für Militärausgaben geplant, um „die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr zu verbessern“… aber nur 11,8 Milliarden für Familie, Senioren, Frauen und Jugend!
Frauen sind besonders betroffen durch Kriege und sie sind die entschiedensten Friedenskämpferinnen, überall auf der Welt.
Am 1. September gehen wir in Deutschland über Parteigrenzen hinweg auf die Straße, um an die Gräuel des 2. Weltkrieges zu erinnern.
Und um den Widerstand gegen die tödlichen Waffenexporte, die ungerechten Kriege, gen einen 3. Weltkrieg zu organisieren.
Courage Essen

