Courage-Magazin 01-2024: AfD – keine Alternative für Frauen!

Das offen faschistoide und völkische Lager innerhalb der AfD setzt sich immer stärker durch mit Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Ausländer- und Frauenfeindlichkeit, Hetze gegen Geflüchtete, Migrant*innen, Erwerbslose oder queere Menschen.

Die AfD vertritt Antifeminismus ud ein reaktionäres Rollen-und Familienbild.

Leitbild ist die „3 Kind Familie“, die „traditionelle Familie“ – also zurück zu Kinder, Küche, Kirche! Durch eine „aktive Bevölkerungspolitik“ müssten die Geburtenraten der „deutschstämmigen Frauen“ deutlich gesteigert werden, denn es drohe die Gefahr des „Bevölkerungsaustausches“ durch Migranten.

Kinderreiche Familien sollen unterstützt und Geburten mit zinslosen Darlehen belohnt werden.
Das Recht auf Abtreibung und die Schwangerenkonfliktberatung wird abgelehnt.
Frauen sollen die ersten drei Jahre der Kindererziehung komplett übernehmen. Und die soziale Verantwortung bei Krankheit oder häuslicher Pflege der Eltern tragen.

Gleichstellungspolitik heißt bei der AfD: Zurückdrängen der Frauen aus der Arbeitswelt und Diskriminierung! Die Gleichstellung von Frauen und Männern sei gegen die Natur. Die AfD fordert, die Gleichstellungspolitik „als durchgängiges politisches Leitprinzip auf allen Ebenen unverzüglich und ersatzlos zu beenden“, denn es gebe keine strukturelle oder finanzielle Benachteiligung.
Also weg mit dem „Equal Pay Day“ als „Propaganda-Instrument“, die ungleiche Bezahlung sei ein „Märchen“. Alle Gleichstellungsstellen sowie die Quotenregelung sollen als „Instrument der Männerbenachteiligung“ gestrichen werden.

Queere Lebensentwürfe werden als Sinnbild für „Dekadenz“ und „Verweiblichung der Männer“ bekämpft, Feindseligkeiten und Gewalt gegen Queers, Trans und Intersexuelle nehmen zu.

AfD – nein danke! Die AfD ist mit ihrer Umverteilungspolitik von unten nach oben weder eine Partei der „kleinen Leute“ noch eine Alternative für uns Frauen! Gemeinsam gegen rechts!

Karin, Courage-Bochum

Dieser Beitrag ist dem Courage-Magazin 1/2024 entnommen

Infos von Courage Essen zum Feb 2024

Liebe Couragefrauen,

hoffentlich seid ihr gesund oder auf dem besten Wege, gesund zu werden, wir wünschen es uns allen!

Heute laden wir zum Februartreffen unserer Couragegruppe am Sonntag, den 11. Februar um 15 Uhr mit Kaffee/Tee und Kuchen ein. Wir haben heiße Themen in dieser bewegten Zeit zu besprechen, u.a.:

1. Der Vermieter unseres schönen Zentrums hat uns zu Juni diesen Jahres gekündigt, bzw. einen neuen Mietvertrag zu unverschämt hoher Miete angeboten! Das können und wollen wir nicht, so meinen wir. Aber was ist eure Meinung? Und was ist die Alternative? Das Couragezentrum ist der einzige wirklich freie Frauenraum in Essen, weit über unsere Stadt hinaus bekannt und genutzt.

2. Wir sind für ein Verbot aller faschistischen Parteien und ihrer Hetze, auch der AFD. Was ist eure Meinung? Erarbeiten wir uns einen gemeinsamen Standpunkt von Courage Essen!

3. Der Internationale Frauentag ist am Freitag, 8. März 2024. Wir werden wieder eine offene Straßenaktion mit Demo und Kundgebung, offenem Mikro und Kultur machen. Das nächste Bündnistreffen dafür ist am Donnerstag, 1.2.um 18 Uhr bei uns im Frauencafé – ladet eure Freundinnen, Kolleginnen, Organisationen dazu ein. Ermuntert sie, am 8. März freizunehmen und dabeizusein, eigene Erfahrungen, Wünsche und Hoffnungen einzubringen, gemeinsam aktiv zu sein.

Bei unserem Gruppentreffen planen wir, was wir von Courage dazu beitragen, es gibt schon einige Ideen und wir freuen uns, wenn ihr auch welche mitbringt!

Zur Erinnerung:

Das Vielrespektzentrum lädt am 12.2., 17 Uhr ein, gemeinsam im Astrakino den Film: „Auf der anderen Seite“ anzuschauen. 

Save the date: Am 15. Juni 2024 um 17 Uhr ist unsere Jahreshauptversammlung. Der Ortsvorstand und die Kassiererin machen einen Rechenschaftsbericht und wir wählen Ortsvorstand, Kassiererin und Kassenprüferin neu. Wir beschließen wichtige Punkte unserer Planung und wie wir nach Schließung des Couragezentrums weitermachen.

Liebe Grüße und gute Zeit allen,

Eure Frauen vom Ortsvorstand

Cease fire now – Sofortiger Waffenstillstand!

Ohne Unterbrechung und mit einer Kriegsführung gegen die Zivilbevölkerung, die in der Geschichte ihresgleichen sucht, bombardiert die israelische Armee den Gaza-Streifen. Familien wissen nicht mehr, wohin sie fliehen sollen. Mehr als 20 000 Menschen sind bereits gestorben, der Gazastreifen wird allein aufgrund der massiven Bombardierung Jahrzehnte hinaus nicht mehr bewohnbar sein. Eine Stadt so groß wie Hamburg ist auf der Flucht: fast 2 Millionen Menschen. „Kein Zugang zu Wasser, Nahrung, sanitären Anlagen und Medikamenten.“ Man kann sich ein Leben nicht grausamer vorstellen, hört Kinder weinen, die ohne Essen einschlafen sollen. Aber einschlafen wo? In den zusammengezimmerten Behausungen, die das Wort Zelt nicht verdienen? In einem Stückchen Land im Gazastreifen, im von der israelischen Regierung zynisch „Schutzzone“ genannte Al-Mawasi. Der Chef des Kinderhilfswerkes Unicef nennt diese in Sky News einfach nur „Todeszonen“. Die WHO warnte bereits, dass im Gaza-Streifen bald mehr Menschen an Krankheiten und Hunger sterben als an Bombardements. An Zynismus nicht zu überbieten ist auch, wenn der israelische Außenminister Eli Cohen live im Fernsehen fordert, die Länder, die ukrainische und syrische Geflüchtete aufgenommen hätten, sollen sich doch melden, um palästinensische Geflüchtete aufzunehmen. (Süddeutsche Zeitung, 30.12.23)

Es ist kein Antisemitismus, unmissverständlich die sofortige Beendigung dieses Völkermordens zu fordern.

Das alles lässt sich nicht mit dem – auch von Courage verurteilten – Angriff vom 7.Oktober rechtfertigen. Oder dem Recht der israelischen Bevölkerung auf einen Staat. Es ist auch keine Selbstverteidigung, wie immer noch von Politikern in Israel behauptet wird. Es ist ein Krieg gegen 2 Millionen Palästinenser, ein Vernichtungskrieg. Und wir wiederholen es: Es ist kein Antisemitismus, unmissverständlich die sofortige Beendigung dieses Völkermordens zu fordern.

Die Forderung nach einem Waffenstillstand und der Freilassung der Geiseln wird von weltweit 800 Organisationen unterstützt, darunter auch Amnesty, Oxfam oder die Caritas. Dem schließen wir uns uneingeschränkt an.

Wir Courage-Frauen halten daran fest, dass es unsere internationalistische Pflicht ist, an der Seite der palästinensischen Frauen und Kinder, der Familien zu stehen. Aber auch der Familien in Israel, die mutig trotz Kriegsrecht auf die Straße gehen und erklären:

Cease fire now!

Alles was jetzt gebraucht wird ist Solidarität, auch materielle Solidarität.

Courage unterstützt deshalb weiter die Spendensammlung der United Front.

Wir fordern:

Sofortiger Stopp jeglicher Bombardements!

Spendet / Spenden Sie für die humanitäre Hilfe an die Masse der Bevölkerung im Gazastreifen!

Wir garantieren die verlässliche Übergabe von 100 % der Gelder zu eben diesem Zweck.

Spendenkonto:

Solidarität International
IBAN DE 86 5019 0000 6100 8005 84
Stichwort: United Front Gaza