Courage-Pressemeldung und Sofortprogramm: Jetzt handeln in KITAs und Schulen!
!!!30 Wochen und 5 Tage sind von den Regierungen seit März 2020 verschwendet worden, in denen nicht mehr Ideen zum Schutz unserer Kinder und ihrer Familien entwickelt wurden als „Stoßlüften“!!!
Courage Essen musste schon im Juli feststellen: Die besonderen Herausforderungen durch die Corona- Pandemie bringen die Frauen an den Rand ihrer Kräfte. Viele berichten: „Ich mache die Augen und Ohren zu, will nichts mehr sehen, hören und fühlen. Ich funktioniere nur noch für meine Familie. Zeit für mich und meine Interessen habe ich noch weniger, als vor Corona“
Die Pressemeldung und das Sofortprogramm für Schulen und KITAs von unserem Bundesvorstand spricht uns aus dem Herzen und wir legen sie euch allen an eure Herzen! (veröffentlicht auf der bundesweiten website fvcourage.de)
Demo 7. 11., 11 Uhr in Steele, Aronweg: Nie wieder Faschismus!
31.10.20, 11 Uhr Demo gegen die Schließung der Krankenhäuser im Essener Norden! Für eine wohnortnahe allseitige Gesundheitsversorgung!
Das Internationalistische Bündnis und die Bürgerversammlung vom 8.1o. rufen auf zur Kundgebung und Demonstration unter Corona-Bedingungen: Masken- und Abstandspflicht
Gegen die Schließung der Krankenhäuser im Essener Norden!
Für eine wohnortnahe allseitige Gesundheitsversorgung!
Wo? Forumsplatz Altenessen
(gegenüber Haupteingang Allee-Center)
Wann? Samstag, 31.10., ab 11:00 Uhr
Ein notwendiger Brief an Frau Merkel
Schließt die Bordelle!
Schützt die Frauen!
Bestraft die Freier!
Führt das Nordische Modell ein!
Karlsruhe, den 18.10.2020
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,
in der Presseunterrichtung nach der Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Lage am 14. Oktober weisen Sie auf die Ernsthaftigkeit der kritischen Pandemie-Phase hin, in der wir uns befinden, und sagen, dass wir alles tun müssen, um die Infektionszahlen, die nun steil nach
oben steigen, im Griff zu halten. Am 17. Oktober appellieren Sie nochmals an die Bürgerinnen und Bürger und bitten Kontakte und Reisen einzuschränken. Die Ausbreitung des Virus hänge direkt an der Zahl der Kontakte ab.
Wir fragen uns, warum gerade jetzt, wo die Corona-Infektionszahlen einen Höchstwerterreichen, die Bordelle wieder geöffnet werden? Wir machen uns große Sorgen um die Frauen, die nun, zusätzlich zu dieser krank machenden Tätigkeit, im hohen Maße einer gefährlichen Infektion ausgesetzt werden.
Wie kann es sein, in Zeiten, wo man sich die Hand nicht geben soll, Freier das Recht gegeben wird Frauen weiterhin zur sexuellen Benutzung zu kaufen und sie mit ihrem Geschlechtsteil zu penetrieren? Man braucht kein Studium der Medizin, um zu verstehen, dass hier die AHA-Regeln nicht eingehalten werden können. Und ein Blick in die Freierforen
reicht, um festzustellen, dass viele Freier noch nicht einmal Mindestschutz-maßnahmen einhalten, so wie die Kondompflicht.
Die Wiedereröffnung der Prostitutionsstätten und die Legalisierung von Sexkauf lassen jede Corona-Verordnung und jeden Appell an die Bürger und Bürgerinnen absurd erscheinen.
Am internationalen Mädchentag, am 11. Oktober, wurde auf die weltweite Benachteiligung von Mädchen hingewiesen. Am 12. Oktober haben die Bordelle in Baden-Württemberg wieder geöffnet und woanders sind sie schon länger wieder offen. Konkret bedeutet das, dass sich tausende junge Frauen aus meist ärmeren Ländern der EU auf den Weg nach
Deutschland machen, von ihren Zuhältern/Menschenhändlern gebracht, um in deutschen Bordellen „arbeiten“ zu müssen. Die meisten Frauen in der Prostitution in Deutschland sind unter 21 Jahre alt.
Heute wissen wir, dass die aller große Mehrheit der Frauen in der Prostitution aus reiner Not und Zwang prostituiert werden.
Heute ist der Europäische Tag gegen Menschenhandel, um auf das globale Problem des Menschenhandels aufmerksam zu machen. Sexuelle Ausbeutung ist die am weitesten verbreitete Form (62%) des Menschenhandels in der EU1, und Frauen und Mädchen
machen mit 96% die überwiegende Mehrheit aller Opfer aus.
Deutschland hat sich mit seinen Prostitutions-Gesetzgebungen von 2002 und 2017 zum Bordell Europas gemacht und somit Menschenhändlern und Zuhältern Tür und Tor geöffnet. Frau Merkel, wir benötigen eine neue Gesetzgebung zu Prostitution. Wir brauchen einen
Perspektivwechsel zum Schutz der Frauenwürde, so wie es der Bundesvorstand der Frauen Union der CDU in ihrem Beschluss vom 29.6.2020 fordert und viele weitere Bundestagsabgeordnete.
Heute bitten wir Sie, die Bordelle bundesweit wieder zu schließen, die Frauen zu schützen, ihnen Mittel für den Ausstieg bereitzustellen, die Freier zu bestrafen und auch für die Zeit nach der Pandemie die deutsche Prostitutionspolitik in Richtung „Nordisches Modell“ zu
ändern, da Deutschland hinter den europäischen Empfehlungen in diesem Bereich zurückbleibt.
Mit freundlichen Grüßen
Sandra Norak & Dr. Ingeborg Kraus



