1. Mai – wir sind dabei! Vormittags bei der Gewerkschaftsdemo- und Kundgebung, abends Demo gegen die Nazis

1. Mai 14 Demo Flüchtlinge willkommen

Demonstration
10:00 Uhr ab Girardet-Haus
Courage- Infostand bei der Maikundgebung
ab ca. 11:00 Uhr auf dem Burgplatz

Antifa-Treff: Essen, 17.30 Uhr Bahnhof Steele! „Den Nazis keinen Meter- 1. Mai NAZIFREI!!!

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Aufruf Frauenverband Courage e.V.

Frauen- und Arbeiterbewegung gehören zusammen –
im Leben und im Kampf

…und das hat eine Geschichte

1890 ist das Geburtsjahr des 1.Mai als weltweiter Kampftag der Arbeiter¬bewegung. Von Anfang an ein Tag des Kampfes der organisierten Arbeiter für ihre Interes¬sen: für höhere Löhne und Arbeitszeitverkürzung und immer mit dem Ziel verbunden, Aus¬beutung, Not und Elend ganz zu beseitigen. Von Anfang an galt dieses Ziel gleichermaßen für Männer und Frauen, waren sie doch in den Fabriken des 19. Jahrhunderts nebenein¬ander brutaler Ausbeutung ausgesetzt – zu viel niedrigeren Löhnen, weil sie ja aufgrund ihrer Belastung durch Familienarbeit und durch Kinderkriegen nicht immer zur Verfügung stehen konnten. Gewerkschaften als Kampforganisationen zur Verteidigung der Lebens¬interessen hatten von Anfang an die Forderung nach Lohngleichheit, wie es in der Reso¬lution des ersten deutschen Webertages 1871 hieß: „Es ist Pflicht der Fachgenossen, es dahin zu …bringen, daß die Löhne für Frauen und Männer gleichgestellt werden.“
… und eine Zukunft!
Es hat viele Gründe, warum 2015 weltweit teilweise immer noch krasse Ausbeutung und himmelschreiende Ungerechtigkeiten den Forderungskatalog der Frauen¬bewegung bestimmen. Von gleichen Löhnen für die gleiche Arbeit, von gleichen Arbeits- und Lebens¬bedingungen sind wir weltweit noch weit entfernt.
Die gestiegene Armut in Deutschland heute ist vor allem weiblich, alleinerziehend und alt, wie der Armuts¬bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes vom Februar 2015 analysierte. Die Zahl der vollbeschäftigten Frauen geht seit vielen Jahren zugunsten von Teilzeitstellen zurück, die vor allem von Frauen besetzt sind. Minijobs besetzten hauptsächlich Frauen – mit allen Folgen für ihre Renten und weitere zementierter Abhängigkeit von Männern.
…. 2015: Selbstbewusste Frauen betreten die Bühnen des Kampfes
in Deutschland gibt es kaum eine junge Frau, die nicht selbstbewusst dafür eintritt, Beruf und Familie zu haben und dies vereinbaren zu können. Frauen wollen qualifizierte Arbeits¬plätze und ein eigenständiges Leben organisieren. Noch vorherrschend ist die individuelle Lösung: noch eine Ausbildung oder ein Praktikum, am besten ein (Zweit-) Studium nach dem Motto „Mädchen, mach was aus dir!“
Der 1. Mai ist der Tag, sich für den organisierten Kampf, am besten im Frauenverband Courage zu entscheiden und sich dafür einzusetzen, dass gesellschaftliche Probleme auch gesellschaftlich gelöst werden.
Tragen wir an diesem Tag selbstbewusst unsere Forderungen auf die Straße! Und nützen wir diesen Tag, um uns klar zu werden, dass wir Frauen nicht dafür da sind, ständig neu auftretende Löcher nur zu stopfen, sondern zu klären, wo wir hin wollen: zu Gesellschaften ohne Ausbeutung und Unterdrückung!
Genau dafür brauchen wir den engen Schulterschluss mit der Arbeiterbewegung – und dafür ist der 1. Mai der richtige Tag!
Wir rufen euch auf: Beteiligt euch an den vielfältigen Aktivitäten zu, 1.Mai. Werbt für die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Kathmandu im März 2016.

Offener Brief an Dr. Angela Merkel

Der Brief wurde von über 130 internationalen NGOs in New York unterzeichnet. Er ging aus von der United Nations Commission on the Status of Women.

Anlass für ein internatiales Treffen in New York war der 20. Jahrestag der „Fourth World Conference on Women in Beijing“ im September 1995.

Offener Brief an Dr. Angela Merkel, Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Im Jahr 2015 ist der 20. Jahrestag der Vierten Weltfrauenkonferenz in Peking vom September 1995

Anlässlich der Feiern zur Pekinger Aktionsplattform sind in New York die Commission on the Status of Women, (= UN Kommission zum Status von Frauen) und zahlreiche Organisationen zusammen gekommen, die sich für die Rechte und den Schutz der Gleichberechtigung von Frauen einsetzen. Sie diskutieren die Fortschritte, die in den vergangenen 20 Jahren hinsichtlich der Rechte von Frauen und Mädchen gemacht wurden.

Zu den Herausforderungen an die Umsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern gehören viele Formen der Diskriminierung von Frauen, ihre Armut und ihre sexuelle Ausbeutung. Dadurch wird der weltweit zu beobachtende Mangel an Einfluss und Chancen von und für Frauen untermauert.

In diesem Kontext bitten wir sie, sicherzustellen, dass Deutschland endlich die UN Konvention zur Unterbindung des Menschenhandels und der Prostitution ratifiziert. Diese Konvention wurde von der Generalversammlung in der UN Resolution 317 (IV) vom 2. Dezember 1949 angenommen und trat am 25. Juli 1951 in Kraft. Ihre Ratifizierung durch Deutschland ist bis jetzt nicht erfolgt.

Wir möchten außerdem Ihre Aufmerksamkeit auf die Resolution des Europäischen Parlaments vom 26. Februar 2014 zur Sexuellen Ausbeutung und Prostitution und ihren Auswirkungen auf die Gleichstellung der Geschlechter lenken. Im ersten Artikel vertritt das Parlament die Auffassung, „dass Prostitution, Zwangsprostitution und sexuelle Ausbeutung stark geschlechtsspezifisch determiniert sind und Verstöße gegen die Menschenwürde sowie einen Widerspruch gegen die Menschenrechtsprinzipien wie beispielsweise die Gleichstellung der Geschlechter darstellen und daher mit den Grundsätzen der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, einschließlich des Ziels und des Grundsatzes der Gleichstellung der Geschlechter, unvereinbar sind.“

Zusätzlich bitten wir Sie, die Resolution “Prostitution, trafficking and modern slavery in Europe”, also „Prostitution, Menschenhandel und moderne Sklaverei in Europa“, zu berücksichtigen, die am 8. April 2014 von der Parlamentarischen Versammlung des Europarats angenommen wurde. Darin wird besonders die ausdrückliche Empfehlung an die europäischen Staaten ausgesprochen, „die Kriminalisierung des Kaufes sexueller Dienste, entsprechend dem schwedischen Modell, als die effizienteste Maßnahme zur Prävention und zur Bekämpfung von Menschenhandel zu überlegen.“

Abschließend bitten wir Sie als Bundeskanzlerin folgende politische Entschließungen und Empfehlungen zu respektieren und für ihre zuverlässige und verantwortliche Umsetzung zu sorgen:

  • “Report of the Working Group on Contemporary Forms of Slavery of the Sub-Commission on Prevention of Discrimination and Protection of Minorities.” vom 6. März 1991
  • UN Resolution 40/103 “Prevention of Prostitution”, am 13. Dezember 1985 verabschiedet
  • UN Economic and Social Council resolutions 1988/34 vom 27. Mai 1988
  • UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW), 1979 von der UN Vollversammlung angenommen
  • Protocol to Prevent, Suppress and Punish Trafficking in Persons Especially Women and Children, ergänzend zur Nations Convention Against Transnational Organized Crime (“Palermo Protocol”)

Es wäre ein wesentlicher Schritt für Frauen und ihr Recht auf ein sicheres, freies und gleichberechtigtes Leben, wenn ein so reiches und wichtiges Land wie Deutschland die o.g. internationalen Menschenrechtsübereinkommen respektieren würde. Durch die Missachtung dieser Grundprinzipien geht Deutschland weltweit mit schlechtem Beispiel voran.

Die Welt beobachtet, ob Deutschland seine Gesetzgebung grundlegend ändert, die laut Ihrer eigenen offiziellen Regierungsberichte „kaum eine messbare Verbesserung“ für das Leben der Frauen in der Prostitution erbracht noch den kriminellen Menschenhandel von Frauen in die Sexindustrie verringert hat.

Wir rufen Sie daher als eine der einflussreichsten PolitikerInnen der Welt dazu auf, die Förderung von Frauenrechten, die durch international bindende Gesetze und Konventionen garantiert ist, an die erste Stelle Ihrer Agenda zu setzen.

Buchtipp: „Menschenhandel – Organisierte Kriminalität – Tatort Deutschland“

Wir möchten euch auf die folgende Neuerscheinung von Manfred Paulus hinweisen:

Organisierte Kriminalität MENSCHENHANDEL.
Tatort Deutschland: Frauenhandel, Kinderhandel, Zwangsprostitution, Organhandel, Handel von Arbeitskräften
von Manfred Paulus
160 Seiten
1. Auflage 2014
ISBN 978-3-86281-070-3
14,90 EUR

Fakt ist, die so schmutzigen wie lukrativen Geschäfte mit der Ware Frau und Kind halten weltweit unvermindert an. Deutschland ist daran in hohem Maße beteiligt und bietet als Zielland und Land der Ausbeutung „beste“ Rahmenbedingungen für die Zuführung von Frauen und Kindern in die Zwangsprostitution, für die skrupellosen Geschäfte von Menschenhändlern, Zuhältern und verbrecherischer Organisationen. Die Rotlichtmilieus gelten als Einfallstore der Organisierten Kriminalität. Frauenhandel und Zwangsprostitution sind Basisdelikte und „unverzichtbares“ Standbein dieser kriminellen Organisationen. Der Autor beleuchtet die Situation in den Rekrutierungsländern, die Anwerbungs- und Schleusungsmethoden sowie die Ausbeutung der Sexsklav(inn)en in den bundesdeutschen Rotlichtmilieus anhand kriminalistischer Erfahrung. Er zerstört Illusionen, bringt die Ambivalenz und Scheinheiligkeit ans Licht und entlarvt „Gutmenschen“ als Gehilfen des Verbrechens.

Der Autor ist Kriminalhauptkommissar a.D. mit einer langjährigen Erfahrung im Bereich der Rotlichtkriminalität, des Frauen- und Kinderhandels und der Pädokriminalität. U.a. war er auch international in Thailand, Weißrussland und Südosteuropa tätig. Verlag Klemm+Oelschläger

Bestellformular zum Download

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Internationaler Frauentag 2015 in Essen

Impressionen Straßenaktion

Hier ein paar Eindrücke von der Gemeinschaftsaktion in Essen unter dem Motto der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016 in Nepal: „Frauen erklimmen die höchsten Berge!“ – es war klasse! Die Grüße an die Frauen der Welt in 10 verschiedenen Sprachen, die Tänzerinnen gegen Sexismus und Mobbing „Open your eyes“, die vielen verschiedenen Rede- und Kulturbeiträge, die Rotfüchse mit Rosenverkauf, die ZuhörerInnen, die Infomeile, der KuK- Stand (Kumpel und Kerle verkaufen Kaffe und Kuchen) und auch das Wetter war toll! Über 100 € haben die Männer am KuK-Stand für unsere Schwestern in Kobanê für den Wiederaufbau ihrer Existenzen gesammelt. DANKE ALLEN!!!!! Bis zur nächsten gemeinsam Aktion!

Unsere Reden

Der Internationale Frauentag: „Frauen erklimmen die höchsten Berge!“

Der Internationale Frauentag steht seit über hundert Jahren am 8. März für Gleichberechtigung und die Befreiung der Frau weltweit.
Heute,  nachdem wir Frauen uns schon viele Rechte wie

  • Wahlrecht,
  • eigenes Konto,
  • Rechte gegen Sexismus, Mobbing und Gewalt gegen Frauen in Gesellschaft, Betrieb und Familie erkämpft haben

muss die UNO zugeben, dass Gleichberechtigung für die Mehrheit der Frauen der Welt  immer noch höchstens auf dem Papier steht. Die Befreiung von Kobanê/Syrien mit Frauen in vorderster Front belegt:

„Frauen erklimmen die höchsten Berge!“

Dieses Motto der Weltfrauenkonferenz 2016 in Nepal ist auch das unserer Aktion heute hier zum Internationalen Frauentag 2015.

Veranstalterin ist ein Aktionsbündnis von bisher 12 Organisationen und vielen Einzelpersonen.
„Free Kobanê!!! – Frauen erklimmen die höchsten Berge der Welt!“ Lasst uns gemeinsam feiern, unserer Toten gedenken, tanzen und singen!

Gleichberechtig in Deutschland hinkt Ländern wie Schweden, Island und Norwegen um LICHTJAHRE hinterher! Beispiele:

  • Gender Pay Gap von durchschnittlich 20%
  • jede dritte Frau und jedes dritte Mädchen erleben körperliche und/ oder sexuelle Gewalt durch Männer aus ihrem persönlichen Umfeld
  • 59% aller Frauen erleben psychische Männergewalt in Partnerschaften
  • kaum Frauen in Vorständen, Aufsichtsräten etc. , aber
  • über die Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland sind am Arbeitsplatz schon einmal sexuell belästigt worden
  • so genannte Frauenbranchen (Pflege, Erziehung, Journalismus etc.) werden signifikant schlechter bezahlt als von Männern dominierte Branchen
  • mit 500.000 Frauen in der Prostitution – über 90% Opfer von Menschenhandel und viele Frauen, die bereits als Mädchen Opfer von (sexueller) Gewalt wurden – gibt es in Deutschland mehr Prostitution als Thailand
  • 75% der Frauen erleben sexuelle Belästigung
  • Hausarbeit wird noch immer zu über 90% von Frauen erledigt
  • Die Gesellschaft wird überflutet von sexistischen Bildern, Pornos, Filmen „Fifty shades of grey“, Werbung, z.B. für Pizza „flachgelegt“, Angeboten zum Sexkauf, natürlich von Frauen und Mädchen: „Girls, Girls, Girls, Bier und Würstchen – Flatrate zu 15€!“

Bis tief in die Kinderzimmer und Kinderköpfe dringt diese ständige sexistische Berieselung.
Gleichberechtigung auf dem Papier!

Echte Befreiung wollen wir! Stop Sexism!

Wir feiern heute

Wir feiern heute

  1. Free Kobanê!
    Große Freude, Kobané ist frei – frei vom Terror der faschistischen IS-Mörder – frei zum Wiederaufbau in der demokratischen Selbstverwaltung und Verwirklichung von Frauenrechten in der Region Rojava/Syrien!
    Wir sind so froh, so stolz auf Euch, wir umarmen unsere Schwestern, die mitgekämpft haben und die Teil unseres Weltfrauenprozesses zur 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016 in Nepal sind!
    Welch eine berührende Nachricht!
    WIR GRATULIEREN EUCH ZUM SIEG!
    Wir haben keinen Zweifel an Eurem Mut und Eurer Kraft zum weiteren Aufbau, gemeinsam mit Männern und Kindern und der festen Solidarität der Weltfrauenbewegung!
  2. Madeleine
    Endlich – der Mörder von Madeleine bekommt lebenslange Haft!Er ist der Stiefvater der jungen Mutter und der Vater ihres kleinen Mädchens. Madeleine hatte ihn 1 Jahr, bevor sie von ihm brutal ermordet wurde angezeigt.Sie konnte die andauernden sexuellen Übergriffe und Vergewaltigungen seit ihrem 14. Lebensjahr nicht mehr ertragen und hatte Angst, dass nun auch ihre kleine Tochter dran ist.In unseren offenen Briefen an die Staatsanwältin fordern wir nach wie vor restlose Aufklärung darüber, warum dieser Verbrecher nicht sofort inhaftiert wurde. Dann könnte Madeleine noch leben und ihre Tochter hätte noch ihre Mutter. Unser ständiges Nachhaken, die breite Empörung und Solidarität der Öffentlichkeit hat auch mit dazu geführt, dass der mörderische Stiefvater nun lebenslänglich hinter Gitter kommt. Dafür danken wir allen.Wir wünschen Madeleines kleiner Tochter, dass sie eines Tages ihre Wut und Trauer in Mut verwandeln kann und eine kleine Kämpferin wird!
  3. Wir feiern heute auch
    • die große weltweite Solidarität und Forderung nach restloser Aufklärung und Bestrafung der Mörder der drei kurdischen Politikerinnen und Kämpferinnen für Frauenrechte Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez
    • Die breite Solidarität mit den ermordeten jungen Frauen Tudce und Özgecan, die stärker ist als Rassismsus!
    • Die Männer in der Türkei, die mit Miniröcken bekleidet gegen sexualisierte Gewalt demonstrierten
    • Die Unterstützung der Textilarbeiterinnen in Bangladesh beim Aufbau ihrer Gewerkschaft mit Sammlung von 3 Jahresgehältern für Organizerinnen
    • die zunehmende praktischen Unterstützung und das Welcome für unsere Flüchtlinge, wie mit dem ehrenamtlichen Warenhaus „Wir in Essen“ oder in Sportvereinen in Essen
    • die Proteste und Petitionen gegen“ Germans next Topmode“l und sexistische Werbung
    • den Aufschrei gegen die Verniedlichung von Pädophilen
    • Den Mut aller Streikenden trotz Medienhetze – sie kämpfen für uns alle!

Die Liste könnte endlos werden – kurz:

WIR FEIERN ALLE COURGIERTEN, KÄMPFERISCHEN FRAUEN UND MÄDCHEN DER WELT, SENDEN UNSERE SOLIDARITÄT UND WÜNSCHEN VIEL ERFOLG!

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Download Demoparolen

„Open your Eyes“ stellt sich vor

Wir, die Dancer „Open your Eyes„ sind eine Tanzgruppe des Jugendhauses „Coffee Corner“ in Essen. Wir tanzen überall gegen Drogen, Gewalt, für mehr Toleranz und gegen Mobbing. In Erinnerung an Dominik B., Jonny K., Tugce, Malala und andere Heldinnen und Helden. Wir wollen erreichen, dass niemand mehr wegschaut, sondern da hilft, wo Hilfe benötigt wird.
Die Gruppe besteht aus Kindern und Jugendlichen von 4-20 Jahren, die zu 90% einen Migrationshintergrund haben.

Die Kinder lernen in der Gruppe Sozialverhalten, Zusammenhalt in guten wie in schlechten Zeiten. Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Stärkung ihres Selbstbewusstseins, selbstständiges Handeln und Organisieren von Auftritten, Festen, Ausflügen. Aktuelle Probleme, ob privater oder schulischer Art werden aufgegriffen, gemeinsam besprochen und Lösungen gesucht.
Jede/r wird freundlich empfangen ob klein, groß, dick oder dünn. Jede/r wird herzlich in der Gruppe aufgenommen.

„I’m stronger than fear”
(Melodie Todo cambia)

1. Ich bin stärker als die Angst
Denn ich bin ein Teil vom WIR,
Du bist Teil von mir und dann
Stehen wir gemeinsam hier.

2. Du bist stärker als die Angst
Denn du bist ein Teil vom UNS
Uns wird‘s nicht mehr angst und bang
Und gemeinsam spüren wir:

3. Wir sind stärker als die Angst
Denn wir sind ein Teil der WELT
Hast Du, haben wir‘s erkannt
Gibt es nichts, was uns aufhält

4. I am stronger than fear
You are stronger than fear
We are stronger than fear-
Organized, together, HERE!

Refrain:
Todo, todo cambia
So wird alles anders

Susanne Keil, Courage Esen, nach Malala-Zitat

Schlagzeilen von Courage Essen

  • „Open your Eyes“ über Facebook kurz vor dem Weltfrauentag 2015 kennengelernt
  • 26.02.15: Ca 20 Kinder, Jugendliche und Erwachsene stürmen unser Frauencafé. Sofort hats gefunkt – wir haben ne Menge gemeinsame Anliegen. Die Mädchen bringen uns ihre Choreo von „Break the chain“ (Flashdance von OneBillionRisingDay) bei
  • 07.03.14: gemeinsam Tanzen bei der Straßenaktion zum Internationalen Frauentag. Die Gruppe bringt noch 2 internationale Tänze und einen RAP mit Text von Courage Essen. Voller Erfolg!
  • 12.03.15: Auswertungstreffen, wir wollen eng zusammenarbeiten, nächster gemeinsamer Höhepunkt ist das Pfingstjugendtreffen auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen
    Wir sind happy!

    Bilder-Galerie

Was vom Menschen übrig bleibt – Die Wahrheit über Prostitution

Prostitution ist ein mentales und emotionales Massaker
Rachel Moran

Rachel Moran:
(Übersetzerin: Maria Heydel)
Was vom Menschen übrig bleibt –
Die Wahrheit über Prostitution
ISBN 978-3-8288-3458-3
380 Seiten
Tectum Verlag 2015
€ 17,95

Am Mittwoch, den 11. März erschien im Tectum Verlag die deutsche Ausgabe des Buches der Prostitutionsüberlebenden Rachel Moran aus Irland (Originaltitel „Paid For – My Journey through Prostitution“) mit dem Titel „Was vom Menschen übrig bleibt – Die Wahrheit über Prostitution“.

Hanna Dahlberg von den Störenfriedas hat eine Rezension verfasst.

 

Auszug Rezension

Rachel Moran erlaubt uns nicht nur einen weitreichenden Blick in ihre Lebensgeschichte, sondern auch einen Blick bis ganz tief in ihre Seele. Sie hat nicht nur eine Autobiographie geschrieben, sondern ihre ganz eigene Geschichte in das “große Ganze” eingeordnet und es gelingt ihr sehr gut darzustellen wie all die Einzelschicksale zusammenhängen, die großen Mythen der internationalen Prostitutionslobby zu entschlüsseln und zu enttarnen, und schließlich zu vermitteln welchen Weg wir einschlagen müssen um zu einer humaneren Gesellschaft zu schaffen, in denen Frauen keine Objekte für den männlichen Konsum, sondern ebenbürtige Menschen sind. Es ist die Gesamtbetrachtung des Systems Prostitution durch eine, die in ihm gelebt hat.

Dabei bedient sie sich einer so bildhaften Sprache, die dazu geeignet ist die Leserin/ den Leser zu berühren und an dem Schicksal der prostituierten Personen teilzuhaben und es nachfühlen zu können – auch dann wenn einem die Erfahrung am eigenen Leib zum Glück erspart geblieben ist.

…

Großen Respekt ist der Übersetzerin Maria Heydel zu zollen, der es sehr gut gelungen ist, die Botschaft von Rachel Moran ins Deutsche zu übertragen. Nicht selten sind Übersetzungen ja mit einem nicht unwesentlichen Verlust von Authenzität verbunden – dies ist hier eindeutig nicht der Fall.
Hanna Dahlberg

Zitat aus dem Buch

Wenn jemand mit Peitschenhieben gefoltert wird und das Opfer dabei geknebelt ist, damit es still bleibt, brennen die Hiebe dann weniger auf der Haut? Wenn eine Frau sagt “Hier, peitsch mich für Geld aus”, die Peitsche überreicht und während der Auspeitschung keinen Ton von sich gibt, brennt es dann weniger auf der Haut? Und wenn sie glaubt (weil die Welt ihr das zu verstehen gibt), dass sie im Nachhinein kein Anspruch darauf erheben darf, Opfer einen Gewaltakts geworden zu sein, da sie schließlich Geld dafür akzeptiert hat, macht das ihren Angreifer, der Geld für das Vergnügen, sie zu verletzen, bezahlt hat, in irgendeiner Weise weniger zum Gewalttäter? Eine prostituierte Frau ist gezwungen, täglich zu verschweigen, wie ihr Unrecht angetan wird. Moderne, von der Gesellschaft akzeptierte Denkweisen halten sie geknebelt, und der psychologische Schaden, der dadurch entsteht, ist nicht nur weitverbreitet, sondern auch unvermeidlich. Unter Prostituierten wird das als einer der vielen Faktoren eines Lebens voller emotionaler Zumutungen hingenommen, und zwar meistens fraglos […] Die Kommerzialisierung sexuellen Missbrauchs hat eine Arena geschaffen, in er eben dieser Missbrauch ungehindert wüten kann, und zwar genau aus dem Grund, dass er weder erkannt noch richtig benannt wird.
Rachel Moran