1. Mai – wir sind dabei! Vormittags bei der Gewerkschaftsdemo- und Kundgebung, abends Demo gegen die Nazis

1. Mai 14 Demo Flüchtlinge willkommen

Demonstration
10:00 Uhr ab Girardet-Haus
Courage- Infostand bei der Maikundgebung
ab ca. 11:00 Uhr auf dem Burgplatz

Antifa-Treff: Essen, 17.30 Uhr Bahnhof Steele! “Den Nazis keinen Meter- 1. Mai NAZIFREI!!!

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Aufruf Frauenverband Courage e.V.

Frauen- und Arbeiterbewegung gehören zusammen –
im Leben und im Kampf

…und das hat eine Geschichte

1890 ist das Geburtsjahr des 1.Mai als weltweiter Kampftag der Arbeiter¬bewegung. Von Anfang an ein Tag des Kampfes der organisierten Arbeiter für ihre Interes¬sen: für höhere Löhne und Arbeitszeitverkürzung und immer mit dem Ziel verbunden, Aus¬beutung, Not und Elend ganz zu beseitigen. Von Anfang an galt dieses Ziel gleichermaßen für Männer und Frauen, waren sie doch in den Fabriken des 19. Jahrhunderts nebenein¬ander brutaler Ausbeutung ausgesetzt – zu viel niedrigeren Löhnen, weil sie ja aufgrund ihrer Belastung durch Familienarbeit und durch Kinderkriegen nicht immer zur Verfügung stehen konnten. Gewerkschaften als Kampforganisationen zur Verteidigung der Lebens¬interessen hatten von Anfang an die Forderung nach Lohngleichheit, wie es in der Reso¬lution des ersten deutschen Webertages 1871 hieß: „Es ist Pflicht der Fachgenossen, es dahin zu …bringen, daß die Löhne für Frauen und Männer gleichgestellt werden.“
… und eine Zukunft!
Es hat viele Gründe, warum 2015 weltweit teilweise immer noch krasse Ausbeutung und himmelschreiende Ungerechtigkeiten den Forderungskatalog der Frauen¬bewegung bestimmen. Von gleichen Löhnen für die gleiche Arbeit, von gleichen Arbeits- und Lebens¬bedingungen sind wir weltweit noch weit entfernt.
Die gestiegene Armut in Deutschland heute ist vor allem weiblich, alleinerziehend und alt, wie der Armuts¬bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes vom Februar 2015 analysierte. Die Zahl der vollbeschäftigten Frauen geht seit vielen Jahren zugunsten von Teilzeitstellen zurück, die vor allem von Frauen besetzt sind. Minijobs besetzten hauptsächlich Frauen – mit allen Folgen für ihre Renten und weitere zementierter Abhängigkeit von Männern.
…. 2015: Selbstbewusste Frauen betreten die Bühnen des Kampfes
in Deutschland gibt es kaum eine junge Frau, die nicht selbstbewusst dafür eintritt, Beruf und Familie zu haben und dies vereinbaren zu können. Frauen wollen qualifizierte Arbeits¬plätze und ein eigenständiges Leben organisieren. Noch vorherrschend ist die individuelle Lösung: noch eine Ausbildung oder ein Praktikum, am besten ein (Zweit-) Studium nach dem Motto „Mädchen, mach was aus dir!“
Der 1. Mai ist der Tag, sich für den organisierten Kampf, am besten im Frauenverband Courage zu entscheiden und sich dafür einzusetzen, dass gesellschaftliche Probleme auch gesellschaftlich gelöst werden.
Tragen wir an diesem Tag selbstbewusst unsere Forderungen auf die Straße! Und nützen wir diesen Tag, um uns klar zu werden, dass wir Frauen nicht dafür da sind, ständig neu auftretende Löcher nur zu stopfen, sondern zu klären, wo wir hin wollen: zu Gesellschaften ohne Ausbeutung und Unterdrückung!
Genau dafür brauchen wir den engen Schulterschluss mit der Arbeiterbewegung – und dafür ist der 1. Mai der richtige Tag!
Wir rufen euch auf: Beteiligt euch an den vielfältigen Aktivitäten zu, 1.Mai. Werbt für die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Kathmandu im März 2016.