Corona – Hilfe bei Gewalt an Frauen und Kindern nimmt in Krisen zu – wendet euch an uns oder diese Hilfe-Adressen:

Wichtige Nummern: 

Hilfetelefon bundesweit mit Chat oder E-mail unter Hilfetelefon.de oder Tel. 08000116016

Notruf und Beratung in Essen für Frauen nach sexualisierter Gewalt | Telefon 78 65 68,  Frauen helfen Frauen Essen e. V., Zweigertstraße 29 | 45130 Essen, Tel. 78 65 68
Notruf der Polizei | Telefon 110, Wenn Sie eine Anzeige erstatten wollen Kriminalkommissariat KK 12 | Telefon 82 91 310
Opferschutzbeauftragte der Polizei | Telefon 82 91 278

Medizinische Untersuchung für die Beweissicherung vor Gericht Uniklinikum | Gynäkologische Ambulanz
Hufelandstraße 55 | 45147 Essen | Telefon 72 33 570

Sonstige medizinische Untersuchungen in einer gynäkologischen Praxis oder Ambulanz
aller Essener Krankenhäuser

Unterkunft nach einer Vergewaltigung in Ehe oder Partnerschaft
Frauenhaus | Frauen helfen Frauen Essen e. V. (24 Std) | Telefon 66 86 86

Schwangerschaftsabbruch nach einer Vergewaltigung
Arbeiterwohlfahrt | Lore Agnes Haus, Lützowstraße 32 | 45141 Essen | Telefon 31 053

Sonstige Anlaufstellen
Versorgungsamt (Opferentschädigung) | Telefon 89 88 313

Für gründliche, kostenlose medizinische Versorgung, für eine Gesellschaft, in der der Mensch und nicht der Profit im Mittelpunkt steht!“ (Courage-Programm)

Corona-Virus… kritische Überlegungen! PDF Drucken E-Mail

Nach CDU-Wirtschaftsminister „Altmaier handelt es sich beim Corona-Virus um die größte Herausforderung in der deutschen Nachkriegsgeschichte.“
Natürlich ist jede/r einzelne aufgefordert, ernsthaft entsprechende Hygiene und vorbeugende Schutzmaßnahmen zu ergreifen! Doch inzwischen ist die Ausbreitung des Corona-Virus zu einem gesellschaftlichen, weltweiten Gesundheitsproblem geworden, sodass besonders Regierungen, Gesundheitsbehörden, Industriebetriebe, Großveranstalter usw. in der Verantwortung stehen.

14. März 2020: Die deutsche Regierung hat „einstimmig und in einem beispiellosen Schnellverfahren“ für Industrie und Konzerne riesige finanzielle Erleichterungen und Subventionen beschlossen. Dafür gab es genauso schnell ein Lob von der Industrie- und Handelskammer: „DIHK-Präsident Schweitzer nannte das Paket ein wichtiges Signal“. Obwohl es schon seit 2018 Einbrüche in der Industrieproduktion gibt, wird jetzt so getan, als sei das Corona-Virus die Ursache für den weltweiten Rückgang der Produktion oder anstehende Massenentlassungen. 
Auch Schulen und Kitas wurden geschlossen, unzählige Veranstaltungen abgesagt, Besuch im Krankenhaus oder Seniorenzentrum eingeschränkt, Hygiene-Regeln aufgestellt. Genau richtig!

Doch tauchen immer mehr Fragen und Widersprüche auf:
– Warum hat die Pharmaindustrie schon länger die Produktion von Medikamenten ins Ausland, vor allem nach Asien verlagert? Weil sie dort viel billiger ist wegen der unmenschlichen Löhne und Arbeitsbedingungen.
– Warum fehlt es an Mundschutz, Desinfektionsmittel und anderen Hygiene-Artikeln, aber vor allem an ausreichenden Krankenhausbetten, Ärzt/innen und Pflegepersonal? Weil seit Jahren das Gesundheitssystem in Deutschland immer mehr wirtschaftlichen und bürokratischen Interessen unterworfen wird: Nicht der (kranke) Mensch mit bestmöglicher Versorgung und ausreichenden Pflegekräften steht im Mittelpunkt!
– Warum werden Konzerne und Industriebetriebe mit staatlich finanzierten Erleichterungen derart in den Fokus gerückt und nicht die betroffenen Arbeiter/innen? Weil vor allem die Profite geschützt werden. Die Arbeiter/innen sollen weiterarbeiten, sind von Kurzarbeit (bezahlt aus der Arbeitslosenversicherung) oder sogar von Arbeitslosigkeit bedroht.
– Warum erhalten Tagesmütter keine Auskunft, „ob sie mit Zahlungsausfällen rechnen müssen“? Warum gibt es „Appelle, auf Rückzahlung der Eintrittsgelder für ausgefallene Konzerte zu verzichten“ und diese zu spenden? Weil Steuergelder vornehmlich an die Großen verteilt werden. Bei den kleinen Leuten wird auf Solidarität gesetzt: „Das Virus testet den Zusammenhalt der Gesellschaft.“ (Alle Zitate: WZ 14.3.20)

Ja, dabei gibt es zwei Seiten des Problems: einerseits Angst und persönlich z.B. durch sogenannte Hamsterkäufe vorsorgen zu wollen, andrerseits große Besonnenheit und solidarische Unterstützung!
Millionen Frauen und Familien stehen vor neuen Herausforderungen, ihr Alltag verändert sich schlagartig: Kitas und Schulen sind geschlossen – wer versorgt die Kinder, während die Eltern arbeiten? Wie werden Infizierte in häuslicher Quarantäne versorgt usw.? Und wie können sich Frauen engagieren für eine lebenswerte Zukunft der Kinder? Werdet mit uns aktiv im Frauenverband Courage „für gründliche, kostenlose medizinische Versorgung, für eine Gesellschaft, in der der Mensch und nicht der Profit im Mittelpunkt steht!“ (Courage-Programm)

Es ist beeindruckend, wie umsichtig die meisten Menschen mit der Situation umgehen: Insgesamt reagieren sie sehr verantwortungsvoll… aber auch fantasievoll, wie momentan in Italien, wo sie wegen des Virus das Haus nicht mehr verlassen dürfen: Sie gehen raus auf ihre Balkone, lassen sich nicht unterkriegen und singen zusammen über Balkongrenzen hinweg.

Was für eine Botschaft – Solidarität kennt eben keine Grenzen!
Linda Weißgerber, Courage-Wuppertal

 

Couragezentrum bis Mitte April geschlossen!

#CoronaUndWir:

Das Mädchen- und Frauenzentrum Courage Essen e.V.  schließt bis Mitte April!

Liebe Frauen und Mädchen, liebe MitstreiterInnen und Nutzerinnen des Couragezentrums Essen e.V., 

wir schließen unser Zentrum für öffentliche Veranstaltungen und für Feiern und Feste aller Art. Wir schließen es zum Schutz aller NutzerInnen, Gäste und auch von uns selbst.

Schon in der Vorbereitungszeit zum 8. März, dem Internationalen Frauentag in diesem Jahr haben wir die bekannten Schutzmaßnahmen gegen CORONA praktiziert.
Wir haben meist geschafft, dass wir uns nicht umarmten.

Auch bei unserem Weltfrauenfest im Unperfekthaus wurde das Bewusstsein für sorgsamen Umgang mit der Corona-Krise geschärft, aber noch nicht ganz durchgehalten. Das ist auch kaum machbar bei solchen Veranstaltungen der Solidarisierung, der gemeinsamen Kundgebung beim Singen und Tanzen. Unsere kreativen Ideen zur Begrüßung und Verabschiedung oder auch Danksagung, wie z.B. diese, oder Fußspitzenberührung, Hand aufs Herz mit Verbeugung wurden auch andernorts gerne angenommen – aber selten durchgehalten.

Unter den Bedingungen der verschärften Lage in der Corona-Krise  haben wir uns auch deswegen schweren Herzens entschlossen, unser Zentrum für erst einmal einen Monat zu schließen. Mit Sicherheit wird ein großer Teil auch der Essener Bevölkerung sich infizieren, das ist zumindest die Prognose. Jetzt geht’s darum, diese Infizierungswelle zu verzögern, damit eine Überlastung des Gesundheitssystems vermieden werden kann. Das wird nicht einfach, da unser Gesundheitssystem von Krankenkassen bis Krankenhäusern mit Profitstreben als höchster Priorität  geführt wird. Das fällt jetzt voll auf die Gesellschaft, auf die Politik und letztlich auf die Bevölkerung zurück. Wir kämpfen, trotz und gerade wegen Corona gegen die Privatisierung des Gesundheitswesens!

Ausgenommen von der Schließung unseres Zentrums sind interne Treffen von Gruppen oder Initiativen mit kleiner TeilnehmerInnenzahl. Dieser Entschluss beruht auf dem Vertrauen, dass sie selbst großes Interesse am Schutz ihrer TeilnehmerInnen, unseres Zentrums und gegen eine rasante Ausbreitung von Corona haben.

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, Hilfe braucht oder welche geben wollt, meldet euch einfach per Mail: ed.egaruocvf@nesse-egaruocvf, Facebook: Frauenverband Courage Essen oder über www.nebenan.de.

In diesem Sinne, bleibt gesund und in Kontakt, bis bald!
Herzliche Grüße vom Mädchen- und Frauenzentrum Courage Essen e.V.,
i.A. Susanne Keil

 

Stop Gewalt an Frauen und Mädchen – wichtige Adressen für Hilfe und Beratung.

#Corona und WIR
Stop Gewalt an Frauen und Mädchen – wichtige Adressen für Hilfe und Beratung.
Mehr und auch isolierter zu Hause hat Potenzial für mehr häusliche Gewalt.
Lassen wir es nicht zu – wehrt euch – meldet euch – holt euch Hilfe!
Frauenverband Courage Essen,
Email: ed.egaruocvf@nesse-egaruocvf, Tel: 0201/556323
Außerdem könnt ihr euch an diese Einrichtungen wenden, dort arbeiten Frauen regulär und ganztags. Vorbehaltlich evtl. Schließungen durch die Stadt, das wissen wir noch nicht:

Hinweise über Unterkunftsmöglichkeiten

In einem Frauenenhaus in NRW
www.frauen-info-netz.de
http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/
Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser
http://www.frauenhauskoordinierung.de/
Ambulante Anlaufstellen für Frauen, die von Gewalt betroffen sind
www.frauenberatungsstellen-nrw.dewww.hilfetelefon.de
www.gewaltschutz-gu.de
Bundesinitiative „Schutz von Kindern und Frauen vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften“
Hinweise für Schutz und Sicherheit von Frauen
www.gewaltschutz.info
http://www.warnsignale-gewalt.de/
Sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen
www.frauennotrufe-nrw.de
Landesarbeitsgemeinschaft autonomer Frauen-Notrufe in NRW
www. bff – frauen-gegen-gewalt.de
Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe
www.zwangsheirat-nrw.de
www.hilfeportal-missbrauch.de
 
www.stalkingforschung.de
www.polizei-nrw.de/lka/kriminalpraevention/Aktuelles/article/Stalking.html
www.bmj.bund.de/enid/Strafrecht/Stalking_nr.html
 
 
In Essen
www.lore-agnes-haus.de Schwangerschaftskonfliktberatung und Beratung
in allen Fragen der Sexualität
www.nachtfalter-essen.de
Beratung für Prostituierte
www.diespinnen.de
Regionalstelle Frau und Beruf
www.vse-essen.de
Verein Schuldnerhilfe e. V. Essen
www.telefonseelsorge.com
www.rk-essen.Lvr.de Traumaambulanz
Verband alleinerziehender Mütter und Väter VAMV – Landesverband NRW e. V. Vermittlung von Tagesmüttern und Notmüttern
www.vamv-essen.de
www.wiesenetz.de Büro der Selbshilfeorganisationen
 
www.lesben-nrw.de Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in NRW
http://www.mgepa.nrw.de/emanzipation/frauen/gewalt_gegen_frauen/index.php
www.weisser-ring.de
www.maedchenarbeit-nrw.de
Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit in NRW e. V.