Offener Brief an OB Kufen gegen die Abschiebung und Trennung einer Essener Familie!

https://laissez-passer.de/aktionen.html

Bitte unterschreibt den offenen Brief an OB Kufen gegen die Abschiebung und Trennung einer Essener Familie!
Am Dienstag sollte die Essenerin Mirie Maqani gemeinsam mit ihren fünf minderjährigen Kindern in den Kosovo abgeschoben werden. 

 Wir rufen in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Thomas Kufen dazu auf, sich für ein dauerhaftes Bleiberecht der Roma Familie Maqani einzusetzen.
Wir freuen uns sehr, dass sich bereits eine große Anzahl engagierter Einzelpersonen, Bürgerinnen und Bürger der Essener Stadtgesellschaft, Politikerinnen und Politiker und Initiativen unserem Aufruf angeschlossen haben.
Es heißt im Brief: „Wir bitten Sie als unseren Oberbürgermeister deshalb, der Familie Maqani wieder eine Zukunft zu geben! Eine Trennung der Familie und eine Abschiebung in den Kosovo ist für uns nicht hinnehmbar. Wir fordern, dass die Familie Maqani einen sicheren Aufenthaltsstatus erhält und dauerhaft in Essen bleiben kann.“
Obwohl die Familie seit Jahrzehnten in Essen wohnt, ist sie lediglich geduldet und hat somit keinen sicheren Aufenthaltsstatus. In anderen Kommunen, wie der Stadt Köln, gibt es hingegen Projekte um die Situation insbesondere von geduldeten Roma zu verbessern und ihnen ein dauerhaftes Bleiberecht zu ermöglichen. Wie sich die weitere Situation der Familie entwickelt, ist zur Zeit noch ungewiss. Wir hoffen darauf, dass die Familie bald wieder in Essen leben kann.
Hier können Sie den Brief lesen und wir freuen uns, wenn Sie ihn mitzeichnen möchten:
(Ich bitte um etwas Nachsicht, wir kommen zurzeit nur alle paar Stunden dazu, die Liste der Unterstützerinnen und Unterstützer zu aktualisieren.)
Zum Hintergrund:
Die Familie war Dienstmorgen von der Polizei und der Ausländerbehörde aus ihrer Wohnung abgeholt und zum Düsseldorfer Flughafen gebracht worden. Die Abschiebung konnte aufgrund eines technischen Defekts am Flieger nicht durchgeführt werden. Die Familie wurde daraufhin in eine Erstaufnahmeeinrichtung in Mönchengladbach gebracht. Im Laufe des Abends hat die Familie sich der Einrichtung aufgrund der weiterhin drohenden Abschiebung entzogen. Seitdem ringt die Familie um Unterstützung. Der älteste der Sohn der Familie, Denis Maqani, der selbst nicht von der Abschiebung betroffen ist, schildert die Situation der Familie: „Für meine Mutter und meine Geschwister gibt es im Kosovo keine Zukunft. Meine Geschwister sind alle hier in Deutschland geboren und aufgewachsen und kennen den Kosovo überhaupt nicht. Als Roma werden sie im Kosovo diskriminiert und ausgegrenzt.“ Zudem würde eine Abschiebung die Trennung der Familie Maqani bedeuten, da der Vater und die älteren Geschwister weiterhin in Deutschland leben, erläutert er weiter.
Im offenen Brief fordern die Unterstützer nun, dass der Oberbürgermeister die Abschiebung der Familie verhindert.

Solidaritätserklärung: Solidarität mit den Streiks der von der Gewerkschaft ver.di vertretenen Beschäftigten

Hier die Solidaritätserklärung als PDF Datei

Frauenverband Courage e.V., Bundesvorstand

Liebe Kolleg*innen,

wir wünschen euch für eure Streikaktion viel Erfolg.

Seit Jahren gehen wir in ganz Deutschland am Internationalen Frauentag, dem 8. März, auch für die Forderung nach gleicher Entlohnung von Frauen und Männern auf die Straße.

Seit 100 Jahren wendet sich die Frauenbewegung dagegen, dass es typische „Frauenberufe“ gibt, in denen deutlich weniger verdient wird. Mutige Frauen haben in harten Kämpfen vor 100 Jahren das Wahlrecht erkämpft, aber eine wichtige Forderung der Novemberrevolution 1918 war auch gleicher Verdienst von Männern und Frauen. Das wird manchmal unterschlagen.

Nicht nur in sogenannte typische Frauenberufe werden Frauen schlechter bezahlt, sondern auch in hochqualifizierten Berufen wie im IT-Bereich. Angeblich, weil Frauen zu bescheiden seien oder schlechter verhandeln könnten. In Wirklichkeit wird doch die Arbeitskraft von Frauen von vorne­herein niedriger bewertet: Das zeigt eindrucksvoll ein kürzlich durchgeführtes Experiment von „Terre des Femmes“ mit Transgenderpersonen. Sie bewarben sich jeweils als Mann und Frau auf den gleichen Job mit gleichen Qualifikationen. Als Frau wurde ihnen 30% weniger Lohn ange­boten.

Das ist unter anderem der „Lohn“ dafür, dass Frauen (immer noch) den Löwinnenanteil der gesell­schaftlich notwendigen und wertvollen Haus-, Erziehungs- und Sorgearbeit tragen und ihre Arbeits­kraft auch dafür einsetzen müssen. Und der Dank von lebenslang niedrigeren Löhnen ist, dass Frauen als Rentnerinnen ein Leben in Armut führen dürfen.

Wir Frauen des Frauenverbands Courage stehen an eurer Seite bei euren Kampfmaßnahmen. Bereits 2015 wurde im Streik der Erziehungs- und Sozialberufe erstmals gerüttelt an der un­gleichen Bezahlung und eine „Aufwertung“ dieser Arbeit gefordert. Das war ein wichtiger Schritt und eine Ermutigung für andere Bereiche.

Wir stehen an eurer Seite, wenn ihr konsequent für die volle Durchsetzung der Forderungen eurer Gewerkschaft eintretet. Wichtig ist die Erhöhung der unteren Gehaltsgruppen, in die viele Frauen eingestuft sind.

Die „Frauen“berufe in den Krankenhäusern, in den Kindertagesstätten, in den Behörden und staatlichen oder kommunalen Dienststellen sind unverzichtbar und äußerst wertvoll! Wenn wir wollen, dass dies gesellschaftlich anerkannt wird, dass Frauen, wirklich gleichberechtigt leben und arbeiten können, dann müssen wir uns noch wesentlich stärker für konsequente gesellschaftliche Veränderungen einsetzen, uns dafür organisieren und zusammenarbeiten! Frauenbewegung und Gewerkschaftsbewegung gemeinsam!

Mit solidarischen, couragierten Grüßen

Bundesvorstand Frauenverband Courage e.V.

Holsteiner Str. 28, 42107 Wuppertal
Tel: 0202 – 49 69 749
e-mail: ed.enilno-t@elletsstfeahcseg-egaruoc, www.fvcourage.de

 

Wir fordern die sofortige Freilassung von Joly Talukder und ihren sieben Kolleginnen!

´Als PDF Datei zum Download/Deutsch: Solidaritätserklärung

Als PDF Datei zum Download/Englisch: Soldarity Declaration

Protestnote

Wir protestieren lautstark und öffentlich gegen die Verhaftung von Joly Talukder, Vorsitzende der Gewerkschaft der Näherinnen GWTUC in Bangladesh und ihrer sieben Kolleginnen!

Wir fordern ihre sofortige Freilassung!

Joly Talukder hat auch bei ihren Besuchen bei uns in Essen immer wieder das Verschwinden von Mitgliedern oppositioneller Parteien und Gewerkschafter/innen angeklagt. Voller Empörung erfuhren wir, dass sie selbst am 1. April diesen Jahres festgenommen und sogar in Isolationshaft gesteckt wurde.

Das ist Folter, gegen jedes Menschenrecht und muss sofort beendet werden!

Kurz nach dem letzten Besuch von Joly Talukder im Herbst 2016 in Essen streikten rd. 20.000 Textilarbeiterinnen bei Dhaka für einen höheren Mindestlohn, der wenigstens ein Existenzminimum für ihre Familien zum Überleben sichern sollte.

Gummigeschosse und Festnahmen waren die Antwort. Aktive Gewerkschafterinnen in Bangladesh werden verfolgt und sollen mundtot gemacht werden. Auch die deutsche Textilindustrie, die Modeketten und die Bundesregierung müssen als Nutznießer zur Rechenschaft gezogen werden!

Oft schon war Joly Talukder nach der Katastrophe von Rana Plaza bei uns, Courage Essen, zu Gast. Mit Aktionen z.B. vor Primark, in Schulen, beim offiziellen Empfang der Gleichstellungsstelle der Stadt, in Radio- und Zeitungsinterviews klärte sie auf.

 

Wir forderten gemeinsam die Konzerne, die in Bangladesh produzieren lassen, die erbärmlichen Bedingungen zu beenden.

Nicht Boykott der Produkte, sondern aktive Unterstützung der Gewerkschaftsarbeit in

Bangladesh für menschenwürdige Lebensbedingungen sind notwendig!

Gemeinsam mit der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen, wo Joly Talukder als

Asiendelegierte führende Aktivistin ist, und der Gewerkschaft  ver.di

organisieren wir Solidarität, unterstützen den Kampf der GWTUC,

sammeln Spenden für  die Arbeit ihrer Organizerinnen.

Weltweiter Protest macht jetzt Druck auf die Konzerne und Regierungen,

auch in Deutschland:

Freiheit für Joly und ihre sieben Mitstreiterinnen!

Solidarität mit Joly Talukder und ihren Kolleginnen!

#Free Joly!

Frauenverband Courage Essen, April 2018

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Eine Solidaritätsaktion für die Frauen ist angelaufen, siehe auch andere Websites:

https://www.verdi.de/themen/internationales/++co++369c1d7a-38dc-11e8-8956-525400b665de

Solidarität mit Joly Talukder!