Schlaglicht zur Demo für mehr Personal in Kliniken und Altenheimen

Kein roter Teppich für Politiker!

Heute, am 20. Juni war Demo in Düsseldorf für mehr Personal in Krankenhäusern und Altenheimen. Es war richtig gut. Gut 3000 Menschen haben teilgenommen. Die Mehrheit Auszubildende, volle Youngpower! Manche sind von Berlin und Saarland und, und …dorthin gekommen. Eine kleine Courage-Delegation mit Frauen aus Hagen, Dortmund und Essen war dabei und wir knüpften einige Kontakte. Ein roter Teppich wurde für Krankenschwestern ausgerollt und sofort wieder eingerollt, als die Gesundheitsminister kamen. Und sie haben die auf die Plakate geschrieben: „Keinen roten Teppich für die Politiker!“

Solierklärung für Personal Uniklinik Essen

 

Solidaritätserklärung

Liebe Kolleg*innen des Universitätsklinikums Essen, wir solidarisieren uns voll und ganz mit eurem Kampf für mehr Personal, geregelte und kürzere Arbeitszeiten, weniger Stress und bessere Bedingungen für eine menschenwürdige Pflege der Kranken. Dafür, dass z.B. auch auf keiner Station mehr nachts alleine Dienst geschoben werden muss und die Ausbildung wesentlich verbessert wird. Frauen von Courage Essen sind selbst Krankenschwestern –  vollberuflich, in Teilzeit oder  auch als Leiharbeiterinnen oder in Ausbildung. Wir sind mit unseren Familien selbst Patient*innen. Also insgesamt betroffen. Unsere Herzen schlagen mit euch und für die volle Durchsetzung eurer Forderungen. Es ist ja nicht so, dass Patient*innen unterversorgt werden, weil ihr streikt, sondern, dass ihr streikt, weil sie unterversorgt sind. Das hat fast jede von uns schon am eigenen Leib erfahren. Und deshalb steht die absolute Mehrheit der Essener Bevölkerung hinter euch, da sind wir sicher. Ihr schreibt in eurer Zeitung „Am Puls“ von Juni, dass die Klinikvorstände, genau wie die regierenden Politiker mit zwei Zungen reden: Ja, mehr Entlastung sei gut, aber nicht mit mehr Personal. Sondern mit mehr Digitalisierung, Auslagerung der schlecht bezahlten Arbeitsplätze und noch schlechteren Arbeitszeiten. Geht’s noch? Wo leben wir eigentlich? Super, dass es in anderen Unikliniken schon erste Erfolge gibt. „Nur wer kämpft, kann gewinnen“ stimmt einfach. Und wir versichern euch, dass wir ganz praktisch an eurer Seite mitkämpfen werden, wenn ihr euch für einen Vollstreik entscheidet. Wir sorgen mit für die Verpflegung im Streikzelt, für (frauen-) politische Unterhaltung, für Verbreitung eurer Zeitung in allen Haushalten der Stadt und über unsere bundesweiten und internationalen Netzwerke. Das haben wir bei eurem letzten großen Streik auch schon gerne gemacht unter dem Motto: „So wie ein Baum beständig steht am Wasser – keiner schiebt uns weg!“ Am 20. Juni sind wir bei der Demo in Düsseldorf dabei. Denn die ganzen „GroKo-Deals“ und den Gesundheitsminister können wir uns wirklich „Spahn“.

Solidarische Grüße aus ganzem Herzen, Courage Essen

Frauenstreik zum Frauentag 2019: Vorbereitungstreffen in Oberhausen

Als PDF Download : Einladung_Vorbereitung_Frauenstreik 2019

Liebe Frauen*,

in diesem Jahr sind zum Frauen*kampftag in Düsseldorf mit insgesamt über 2000 Teilnehmer*innen viele Menschen auf die Straße gegangen. Insgesamt haben in über 20 Städten Demonstrationen zum 8. März stattgefunden. So viel wie seit Jahrzehnten nicht. Damit haben wir ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Frauen*arbeit, gegen Sexismus, Rassismus, Faschismus, Gewalt an Frauen* sowie Ausbeutung und Krieg gesetzt. Wir haben gezeigt, dass es Alternativen zum „weiter so“ geben kann und muss.

Unser Blick wanderte an diesem und den folgenden Tagen auch nach Spanien. Was wir diesen 8. März dort gesehen haben, war beeindruckend und inspirierend. Über 5 Millionen Frauen* sind dort auf die Straße gegangen, haben Erwerbs- und/oder Sorgearbeit niedergelegt und an Universitäten und Schulen blockiert – der Frauen*streik hat es geschafft, das Land teilweise lahmzulegen und ist gleichzeitig auf viel Unterstützung und Verständnis aus der Bevölkerung gestoßen.

Auch hier in Deutschland sind Frauen* allem zum Trotz auf dem Vormarsch und Frauen*kampftagsbündnisse in NRW und vielen anderen Städten haben in den vergangenen Jahren wichtige Organisierungsarbeiten geleistet.

Wir möchten deshalb vorschlagen, unsere Demonstration zum Frauen*kampftag 2019 mit Streikelementen zu verbinden und eine breite Debatte über dessen Legitimität anzustoßen – um Stück für Stück voranzuschreiten, ohne die hiesigen Verhältnisse aus den Augen zu verlieren.

Wie kann das aussehen? Die Kommission #8M in Spanien hat sehr ausführliche Vorschläge erarbeitet, wie sich Frau*en, in ihren sehr unterschiedlichen Lagen, an einem Streik beteiligen kann. Ausgehend davon möchten wir gemeinsam diskutieren, was davon in Deutschland möglich ist und wen wir dafür ansprechen und gewinnen können und müssen.

In Berlin gab es am 9. Mai ein erstes regionales Vernetzungs- und Planungstreffen ein. Wir möchten uns den Berliner*innen anschließen und hier in NRW gemeinsam überlegen, was für uns denkbar ist.

Dazu laden wir zu einem Vorbereitungstreffen am Montag, den 25.6.2018, von 18 bis 21 Uhr ins Theater Oberhausen, Will-Quadflieg-Platz 1/Ebertstraße, 46045 Oberhausen ein. Treffpunkt am Bühneneingang / Pforte des Theaters. Bitte gebt uns eine kurze Rückmeldung, ob ihr teilnehmen könnt und – falls nicht – ob ihr weitere Informationen erhaltet möchtet.

Solidarische Grüße

Nina Eumann/LISA NRW

Lucie Ortmann/Theater Oberhausen

Katharina Schwabedissen/LISA NRW

DEMO 01.06. 18 Uhr Willy-Brandt-Platz Essen: Nein zur „ZAB“

Am 1. Juni um 18 Uhr findet die Demonstration des Bündnisses „Essen gegen Abschiebungen“ gegen die geplante Eröffnung einer Zentralen Ausländer – oder Abschiebe- Behörde (ZAB) in Essen statt.
Treffpunkt  Willy-Brandt-Platz.
Geplant sind eine kurze Auftaktkundgebung, eine Demo durch die Innenstadt und eine Abschlusskundgebung. Wir hoffen, dass wir mit vielen Menschen ein lautes und schlagkräftiges Zeichen gegen die geplante ZAB, „Ankerzentren“ und eine menschenfeindliche Asylpolitik setzen können. Seid dabei! Euch erwarten spannende Redebeiträge und ein kleines Kulturprogramm (noch in Planung).
Euer Orga-Team
Bündnis „Essen gegen Abschiebungen“
Aufruf:

Die Stadt Essen und die NRW-Landesregierung planen die Einrichtung einer sogenannten „Zentralen Ausländerbehörde“ (ZAB) in Essen, deren einziger Zweck darin besteht schutzsuchende Menschen loszuwerden. Für uns, das Bündnis „Essen gegen Abschiebungen“, ist eine solche Behörde unvereinbar mit dem Bild, das wir von unserem Essen haben, denn bei uns im Ruhrgebiet ist die Welt zu Hause!

Die geplante Behörde bedeutet im Einzelnen:
– Eine ZAB soll einzig für ein „Rückkehrmanagement“ zuständig sein, statt nach Perspektiven für die betroffenen Menschen zu suchen.
– In einer ZAB würde nur noch nach Aktenlage entschieden und nicht mehr der Einzelfall gesehen werden.
– Vor allem würde mit der Einrichtung einer ZAB dem Druck der AfD nachgegeben, Abschiebungen effektiver und zentral zu organisieren.

Eine solche Behörde widerspricht unseren Vorstellungen einer humanitären Flüchtlingspolitik, indem sie dazu beiträgt, dass Geflüchtete in Lagern zusammengepfercht und so gesellschaftlich weiter isoliert werden.

Wir treten laut und deutlich für die Rechte geflüchteter Menschen ein und rufen zur Teilnahme an unserer Demonstration auf.

Solidarität mit geflüchteten Menschen, gegen Abschiebebehörden – in Essen und anderswo!