Madeleines Mörder zu lebenslanger Haft verurteilt!

Erleichterung, dass die Justiz doch noch die Kurve gekriegt hat – wir freuen uns im schmerzlichen Andenken an Madeleine und zum Schutz der gemeinsamen Tochter!
Trotzdem: wir werden weiter dranbleiben an der Aufklärung der Frage, warum die Staatsanwaltschaft die Anzeige Madeleines ein Jahr vor ihrer Ermordung nicht ernstgenommen hat, den Stiefvater nicht inhaftierte. Nur so konnte er den Mord planen und ausführen. MADELEINE KÖNNTE NOCH LEBEN, IHRE KLEINE TOCHTER KÖNNTE NOCH IHRE MAMA HABEN…wenn die Staatsanwaltschaft sofort reagiert hätte. Wie konnte es dazu kommen? Wie konnte es sein, dass der Mörder die geheime Adresse seiner Stieftochter erfuhr? Wie kann verhindert werden, dass so etwas passiert? Wie kann gesichert werden, dass die Behörden lernen, eine solche Gefahr besser einzuschätzen?

Bilder- und Text -Präsentation „Make love not slavery…

…für eine Welt ohne Prostitution“.

Erstellt von Courage Essen für das Forum „Fight Sexism“ beim den Frauenpolitischen Ratschlag 2014 in Chemnitz

[gview file=“https://couragezentrum-essen.de/wp-content/uploads/2015/02/PPP-Prostitution.pdf“][gview file=“https://couragezentrum-essen.de/wp-content/uploads/2015/02/Präsentation-Prostitution-Text.doc“]

Bitte über die Fehlermeldung wegscrollen – danach kommt die ganze Präsentation, gerne zum Downloaden, wenn die Urheber, also Courage Essen, genannt wird.

 

Keine Lohnsenkung für meine Postbotin, meinen Postboten!

Liebe Postbotinnen – kommt am 7.3., 12 Uhr mittags auf den Willy-Brandt-Platz und erzählt am offenen Mikro von eurem Kampf!

Wir, das Aktionsbündnis Internationaler Frauentag 2015 unterstützen Euch auf jeden Fall!

Hier könnt ihr direkt mit den Leuten sprechen und sie zur Solidarität auffordern.

Wir würden uns freuen, wenn ihr dabei seid!

https://www.facebook.com/LohnsenkungNeinDanke

Ihr Sarg wurde von Frauen getragen – Solierklärung

Türkische Studentin Özgecan Aslan nach brutalem Vergewaltigungsversuch und Gegenwehr ermordet und verbrannt – ihr Sarg wurde von Frauen getragen

Solidaritäts- Erklärung des Frauenverbands Courage

„Wir trauern nicht, wir rebellieren.“
Weltweit setzten am Samstag, dem 14. Februar, Mädchen und Frauen bei den „One-Billion-Rising“-Tanzaktionen ein Signal gegen Sexismus und Gewalt an Frauen.
Gleichzeitig wurde im türkischen Mersin die Studentin Özgecan Aslan zu Grabe getragen. 5000 Menschen nahmen an ihrer Beerdigung teil. Ihr Sarg wurde von Frauen getragen. Özgecan Aslan war nach einem Vergewaltigungsversuch, erstochen und anschließend verbrannt worden.
Wir fühlen mit den Menschen, die in der Türkei seit Tagen ihren Protest im Internet und auf der Straße zum Ausdruck bringen.
„Wir trauern nicht, wir rebellieren.“, war auf Plakaten von protestierenden Frauen zu lesen. Fotos im Internet legen nahe, dass der Täter und seine Helfer aus dem Umfeld der faschistischen „Grauen Wölfe“ kommen und die junge Frau, eine alevitische Kurdin, möglicherweise gezielt ausgesucht haben. Die Menschen verlangen aber nicht nur deren Bestrafung. Der Protest richtet sich vor allem gegen die türkische Regierung und das frauenverachtende Klima, das sie verbreitet. Die AKP macht immer offener gegen die Emanzipation und Frauenrechte Front. Ministerpräsident Erdogan hat sich in den letzen Wochen und Monaten mit extrem reaktionären frauenfeindlichen Stellungnahmen hervorgetan.
Die Vorsitzende der Gewerkschaft für Erziehungs- und Wissenschaftspersonals (Eğitim-Sen) in Tarsus, Yasemin Yücel, erhob während eines Protestmarsches schwere Vorwürfe gegen die türkische Regierung: „Dieser Mord ist kein Einzelfall…jeden Tag werden in der Türkei fünf Frauen ermordet.“ Frauen forderten in Istanbul den Rücktritt der Frauenministerin.

Unser Mitgefühl gehört der Familie von Özgecan Aslan, unsere Solidarität
der Rebellion der Frauen in der Türkei!
Der Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen und Mädchen ist ein gemeinsamer Kampf – über Ländergrenzen hinweg.
Beteiligt euch an Mahnwachen und Protesten, die in vielen Städten Deutschlands stattfinden!

Für den Frauenverband Courage
Seyran Cenan, Bernadette Leidinger-Beierle

Wir fordern Gesetz zum Schutz der Frauen in der Prostitution, kein Gesetz zum Schutz des „Systems Prostitution“!

Pressemitteilung: Deutscher Frauenrat verharmlost Prostitution, 02.02.2015

Frauenrechts- und Hilfsorganisation SOLWODI übt scharfe Kritik

Die Hilfs- und Menschenrechtsorganisation SOLWODI übt scharfe Kritik an einem offenen Brief, den der Deutsche Frauenrat am 27. Januar zusammen mit dem Deutschen Juristinnenbund, Deutschen Frauenrat, der Deutschen Aids-Hilfe, der Diakonie Deutschland, der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, der Dortmunder Mitternachtsmission und dem Frauentreff Olga an Bundeskanzlerin Merkel gerichtet hat.

SOLWODI spricht sich ausdrücklich gegen die in diesem Brief genannten Forderungen und die Darstellungsweise von Prostitution als rechtlich anerkannter Arbeit aus. „Prostitution zerstört Menschen!“, so Sr. Dr. Lea Ackermann, Gründerin und Leiterin von SOLWODI.

Seit 30 Jahren betreuen wir jedes Jahr hunderte von Frauen, die in der Prostitution unmenschliche Gewalt erlitten haben und zutiefst traumatisiert wurden.

Da SOLWODI Gastmitglied in der Arbeitsgemeinschaft katholischer Frauenverbände und -gruppen ist, die ihrerseits Mitglied des Deutschen Frauenrates ist, ist für Ackermann der Widerspruch gegen den offenen Brief von zentraler Bedeutung.

Der Position des Deutschen Frauenrates widersprechen wir in jeder Hinsicht – die Meinung von SOLWODI repräsentiert er in keiner Weise.

SOLWODI kritisiert die Forderung nach einer „Versachlichung der Debatte“, wie sie von den oben genannten Frauenverbänden und -organisationen gefordert wird.

Die öffentliche Debatte erweckt den Anschein, als ginge es bei der Thematik Prostitution nicht mehr um Sexualität, sondern um eine Dienstleistung; als ginge es nicht mehr um Frauen, sondern um SexarbeiterInnen. Dabei geht es um Menschen, um Frauen, die unmenschliche Qualen erleiden,

sagte Ackermann in Reaktion auf den Brief. An einer Versachlichung der Debatte, die aus Frauen und ihren Körpern ein Konsumgut mache, habe sie deswegen kein Interesse. Denn es gehe bei der Debatte neben sehr viel Geld eben auch um Menschenleben.

Die Menschenrechtsorganisation kritisiert weiterhin die Darstellung von Prostitution als einer anerkannte Erwerbstätigkeit.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass 68 Prozent der Frauen in der Prostitution Posttraumatische Belastungsstörungen haben – wie Kriegsveteranen oder Folteropfer,

erklärt Ackermann. Eine Tätigkeit, die Menschen derartig zerstöre, könne nie als Arbeit definiert werden. Diese Position werde auch von anerkannten Traumatherapeuten gestützt.

SOLWODI unterstützt Forderungen der Union

Die von der Union geforderte Anhebung des Mindestalters auf 21 Jahre, verpflichtende Gesundheitsuntersuchungen und eine Anmeldepflicht für Frauen in der Prostitution unterstützt SOLWODI.

Eine Anhebung des Mindestalters ist das Mindeste, was zum Schutz der besonders jungen Frauen getan werden kann. Das Bundeslagebild Menschenhandel von 2013 hat gezeigt, dass 51 Prozent der Menschenhandelsopfer zum Zweck der sexuellen Ausbeutung unter 21 Jahre alt waren, 13 Prozent davon sogar minderjährig,

sagt Ackermann. Regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen müssten an Beratung und Hilfsangebote gekoppelt sein. Auch eine Anmeldung der Frauen in der Prostitution sei elementar wichtig, damit Frauen, die aussteigen möchten oder Opfer von Menschenhandel geworden sind, Rechtsanspruch auf Nothilfe und Sozialleistungen haben. Dies sei bisher nicht der Fall.

In der Regel haben die Frauen keinen Zugang zu Sozialleistungen, obwohl sie Steuern über die Bordellbetreiber o.a. abgeführt haben.

SOLWODI fordert Sexkaufverbot

Mit den eigenen Forderungen richtet SOLWODI sich jedoch an die Nachfrageseite. „Die Frauen in der Prostitution müssen unbedingt straffrei bleiben“, erklärt Ackermann.

Deswegen fordern wir ein Sexkaufverbot, wie es im nordischen Modell gemeint ist. Das Sexkaufverbot kriminalisiert nicht die Frauen in der Prostitution, sondern die Freier.

Ein derartiges Sexkaufverbot könne jedoch nur wirksam sein, wenn es parallel von Ausstiegsprogrammen und anderen Maßnahmen gestützt werde.

Die EU-Gesetzgebung hat mit dem im Februar 2014 veröffentlichten Honeyball-Bericht und der damit verbundenen nicht-bindenden Resolution festgelegt, dass jegliche Art der Prostitution Gewalt gegen Frauen (und Männer) und damit nicht mit der Menschenwürde vereinbar ist. Dieser Perspektive schließt sich SOLWODI an und fordert entsprechend die Einführung eines Sexkaufverbotes und begleitende Maßnahme zur Unterstützung eines Ausstieges von Frauen und Männern in der Prostitution.

Siehe auch Bild-Präsentation von Courage Essen, Rubrik „Prostitution“