Unsere Spendenaktion

Wir feierten Jilans Geburtstag. Sie hat ein kurdisches Mittagessen gekocht. Andere haben Vorspeisen, Nachspeisen und Torten gebracht oder Organisation und Logistik übernommen. Nach dem leckeren gemeinsamen Essen mit ca 35 Gästen aller Nationen, Jung und Alt, Frauen und Männer gabs „Talente für Spende“: Fachfrauen spenden ihre Arbeit für mindestens 5€ pro Talent. Heute wurde neben den Kochkünsten Massieren und Frisieren angeboten. Die Frauen waren rund um die Uhr beschäftigt.

Am Schluss hatten wir ein Spendenergebnis von 400 Euro, in nur drei Stunden, die alle sehr genossen haben.

Wir haben einige neue „Talent“-Angebote bekommen wie technische Beratung, Hilfe bei Formularen, Fensterputzen …

Es hat viel Spaß gemacht, Zusammenhalt und Freundschaften vertieft.

Zu den Ereignissen von Köln: Erklärung Bundesvorstand

Courage LogoFrauenverband Courage e.V., Bundesvorstand
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Gegen Gewalt an Frauen – gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit – aufstehen!

Für fast 100 Frauen in Köln geriet die Silvesternacht 2015 zum Albtraum: von Gruppen
Betrunkener umzingelt, brutaler Anmache und Gewalt ausgesetzt. 140 Polizisten waren nach Angaben des Kölner Polizeipräsidenten Albers vor Ort und griffen offenbar nicht ein.

Viele Medien behaupten in den nächsten Tagen in ihrer Berichterstattung, es handle sich
um 1000 Täter aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum.

Allen voran erklärt Innenminister Ralph Jäger (SPD) zu einem Zeitpunkt, als die Ermittlungen noch gar nicht begonnen haben:

Wir nehmen es nicht hin, dass sich nordafrikanische Männer-
gruppen organisieren, um wehrlose Frauen mit dreisten sexuellen
Attacken zu erniedrigen.

Absicht oder Versehen? Wir halten es mit der Kölner Oberbürger-
meisterin Reker:

„Spekulationen über die Täter sind absolut un-
zulässig“. (Kölner Stadtanzeiger, 5.1.16)

In einem Bericht des Justizministers von NRW, Thomas Kutschaty
(SPD), wird festgestellt, dass

„im Zusammenhang mit dem Zu-
strom von Flüchtlingen erfasste Straftaten lediglich einen Anteil
von 0,04% an den 2014 insgesamt registrierten Straftaten haben.“

Ähnliche Zahlen gibt es bereits zum Jahr 2015.

Die bösartige Gewalt gegen Frauen in der Silvesternacht in Köln und auch anderen
Städten hat mit der Zahl der Flüchtlinge in Deutschland oder mit ihren Herkunfts-
ländern überhaupt nichts zu tun. Wir verurteilen diese Gewalt gegen Frauen und
fordern die Ermittlung der Täter und ihre Bestrafung – ohne Hetze gegen Asyl-
bewerber und Flüchtlinge aus welchem Land auch immer!

Wie entsteht Gewaltbereitschaft gegen Frauen?

Gewalt gegen Frauen entwickelt sich u.a. aus patriarchalen Denkstrukturen, die Frauen
als weniger wert erachten und für die Frauen deshalb Freiwild sind. Leidtragende sind
auch viele Flüchtlingsfrauen, die aus ihrem Land geflohen sind, um der alltäglichen Gewalt
zu entkommen. In Deutschland gelten ihre Herkunftsländer jedoch als „sicher“, da Gewalt
gegen Frauen als Fluchtgrund in der Praxis oft nicht anerkannt wird. Oder ihre Länder
werden einfach zu sicheren Herkunftsländern um etikettiert.

Auch in Deutschland hat jede Dritte Frau im Alter zwischen 15 und 65 Jahren Erfahrungen mit sexueller, psychischer oder körperlicher Gewaltanwendung gemacht. Die Beschäftigten im Erziehungs- und Sozialwesen haben im letzten Jahr gegen die Geringschätzung und
schlechte Bezahlung der wertvollen gesellschaftlichen Arbeit von Frauen gestreikt und damit ein Zeichen gegen die strukturelle Gewalt an Frauen gesetzt.

Und Gewalt gegen Frauen wird in unserer Gesellschaft von einer dekadenten
Pornografiekultur angeheizt, in der Frauen als Ware gehandelt werden und in der eine
unmenschlichen Sex-“Industrie“ Milliardenumsätze macht. Quer durch Deutschland – und
speziell in Köln – sieht man auf Plakatwänden große Anzeigen von Bordellbetreibern indenen „100 girls…“ „angeboten“ werden. Die Betreiber des Pascha, eines der größten
Flatrate-Bordelle, unterhalten zu Werbezwecken einen gemeinnützigen(!) Verein!

Bei Christian Pfeiffer, dem Leiter des Kriminologischen Instituts Niedersachsen (KFN),
können wir wissenschaftliche Studien darüber finden, welche Einflüsse es auf Gewaltbereitschaft gibt. Er hat in einer Untersuchung von 10 000 Jugendlichen in westdeutschen Großstädten herausgefunden, dass sie bei Jugendlichen aus der Türkei, aus Ex-
Jugoslawien oder aus Russland deutlich höher ist als bei deutschen Jugendlichen. Pfeiffer
erklärt das mit dem Einfluss von patriarchalen Strukturen in den Elternhäusern. Viele der
Jugendlichen, so Pfeiffer, erlebten in der eigenen Familie Gewalt gegen ihre Mütter oder
würden selbst geschlagen. Perspektivlosigkeit tut ihr Übriges. Gerade Jugendliche mit
Migrationshintergrund sind deutlich häufiger von mangelnden Berufschancen oder von
Arbeitslosigkeit betroffen.

Aber was wird als Schlussfolgerung in den Medien und von Politikern angeboten? Mehr Überwachungskameras, mehr Polizeipräsenz!

Die gesamte Debatte sucht überhaupt nicht die Ursachen und deren Bekämpfung, sondern spielt Pegida, AFD und Faschisten in die Hände, die solche Vorfälle nutzen um für ihre fremdenfeindlichen Parolen neue Anhänger zu finden. Spitzenpolitiker vor allem der CDU führen heuchlerisch den Schutz der Frauen ins Feld, um eine verschärfte Abschiebepraxis durchzusetzen und erhoffen sich dafür eine Rechtfertigung und größere Akzeptanz zu finden. Das lehnen wir entschieden ab!

Wir Couragefrauen wissen, wie schwer es ist, mit kämpferischen Aktionen und
Veranstaltungen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen – bei dem alle Formen der
Gewalt an Frauen, insbesondere auch die strukturelle Gewalt und ihre Hintergründe ins
Visier genommen werden – in bundesweite Schlagzeilen zu kommen. Und Courage selbst ist von Gewalt betroffen, denn wir stehen im vierten Jahr unseres Kampfes gegen die Aberkennung unserer Gemeinnützigkeit.

  • Wir fordern die restlose Aufklärung der Geschehnisse in Köln und Bestrafung der Täter!
  • Wir beteiligen uns an Protestaktionen!
  • Wir unterstützen die betroffenen Frauen!
  • Und wir bleiben dabei: „Welcome, refugees!“
  • Gewalt an Frauen hat System – dem können wir nur organisiert und weltweit verbunden begegnen.

Wer gemeinsam mit anderen Frauen und Mädchen selbst aktiv werden will gegen Gewalt
an Frauen, sich tiefergehend mit den Ursachen dafür auseinandersetzen will, der ist im Frauenverband Courage willkommen!

Wir sind überparteilich, demokratisch, finanziell unabhängig und international. Unsere
Arbeit beruht auf vier Säulen: Kämpferische Interessenvertretung, Bildung, Hilfe und
Beratung, Freizeit und Kultur. Wir wollen die gesamte Lage der Frauen verbessern und
treten für ihre tatsächliche Befreiung ein. Darum sind auf antifaschistischer Grundlage alle
Themen und jede Frau willkommen!

Die Erklärung findet ihr auch auf der Seite des Bundesvorstandes

Download Stellungnahme (PDF)

Zu den Ereignissen von Köln: Unsere Stellungnahme

Üble sexuelle Übergriffe Sylvester in Köln …

… und die Kölner Polizei greift im Wesentlichen nicht ein, sie war – wie wir lesen konnten – „überfordert“ (so kennen wir sie gar nicht).

Ca 90 Frauen haben inzwischen Anzeige erstattet. Sie wurden beraubt und mindestens 15 von ihnen sexuell belästigt. Auch von Vergewaltigung ist die Rede. DAS VERURTEILEN WIR – DAFÜR GIBT ES KEINE ENTSCHULDIGUNG!!!! Die Verbrecher müssen gefunden und bestraft werden!

Nur – das deutsche Gesetz gibt dafür kaum Handhabe: Wenn die Frauen nicht nachweisen können, dass sie sich vehement und vor Zeugen gewehrt haben – Pech gehabt! Nicht mal ein deutliches „NEIN“ der betroffenen Frau reicht vor Gericht aus, um zu beweisen, dass sie das nicht selbst gewollt hat.

Noch ist gar nichts aufgeklärt. An Silvester selbst gab es keine Festnahmen. (Hmmmm??!!)

Es wird wild spekuliert, aber mindestens Einer weiß es genau – der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD):

Wir nehmen es nicht hin, dass sich nordafrikanische Männergruppen organisieren, um wehrlose Frauen mit dreisten sexuellen Attacken zu erniedrigen.

Passt gut in die „Grenzen-dicht-Politik“ derzeit, oder? Könnte auch dafür inszeniert sein?

So mutmaßen Manche.
Doch Frauen als Ware zu betrachten und anzubieten ist in Deutschland ja weder verboten noch verpönt, im Gegenteil, das ist ein Job bei uns!

Ein Job wie jeder andere.

Ganz Köln (und auch Deine Stadt) hängt voll mit Werbeplakaten: „100 girls …“.

Dafür gibts in Köln eins der größten Laufhäuser Deutschlands, das „PASCHA“, das auch noch einen von Ralf Jäger anerkannt gemeinnützigen Verein unterhält.

In solche und andere Flatrate-Bordelle gehen z.B. Jungs hin, um Abitur zu feiern, ist billiger als alles andere und ab 25€ bekommen sie Frau, Bier, Würstchen – so viel, so lang und wie sie es wollen …

Das sexualisierte Klima in Deutschland, dem inzwischen größten Umschlagplatz für Prostitution aus dem Ausland mit Riesengewinnen für die Bordellbesitzer und Steuereinnahmen für den Staat ist mit ein Grund, dass Männer, egal welcher Herkunft meinen, Frauen seien eine Ware, die Mann kaufen und dann mit ihr machen kann, was Mann will…So ist das Gesetz, hier bei uns, im „aufgeklärten, christlichen Abendland“…
Wir fordern restlose Aufklärung, was in Köln passierte!

Wir unterstützen die betroffenen Frauen!
„Welcome, Refugees!“

Courage Essen, 5. Januar 2016

Welfrauenkonferenz in Nepal (Kathmandu)


Dear World Women!

In the name of the United Women’s Alliance (UWA), the women in Nepal, who are preparing our 2nd World Women’s Conference of grass-roots women, we bring you good news:
The courageous women of the United Women’s Alliance have decided:

In spite of all difficulties resulting from the consequences of the earthquake in April 2015 and of the blockade on the Indian border: Our 2nd World Women’s Conference will take place like planned from 13 to 18 March 2016 in Kathmandu in Nepal!

The consequences of the earthquake about which there are currently many reports in the media are not so serious in the capital Kathmandu and the women say, that the blockade by India is loosening.

Now let us get to work energetically in the next two month to make our conference a full success!

Halinka Augustin, Monika Gaertner-Engel
European Coordinators of the World Women’s Conference


Liebe Weltfrauen!

Im Namen der United Women’s Alliance (UWA), der Frauen in Nepal, die unsere 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen vorbereiten, überbringen wir euch ein gute Nachricht.
Die mutigen Frauen der United Women’s Alliance haben entschieden:

Trotz aller Widrigkeiten, die aus den Folgen des Erdbebens im April 2015 und durch die Blockade der indischen Grenze bestehen: Unsere 2. Weltfrauenkonferenz wird wie geplant statt finden vom 13. bis 18. März 2016 in Kathmandu/Nepal!

Die Folgen des Erdbebens, über die derzeit vielfach in der Presse berichtet wird, sind in der Hauptstadt Kathmandu nicht so stark und die Frauen berichten, dass die Blockade durch Indien gelockert wurde.

Lasst uns nun energisch die Arbeit in den nächsten zwei Monaten anpacken, um unsere Konferenz zu einem vollen Erfolg zu machen!

Halinka Augustin, Monika Gärtner-Engel
Europakoordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz


Chère Femmes Mondiales!

De la part de la United Women’s Alliance (UWA), des femmes en Népal, qui préparent notre 2ième Conférence Mondiale des Femmes des Femmes de la Base, nous avons des bonnes nouvelles pour vous:

Le femmes courageuses de la United Women’s Alliance ont décidé:

Malgré toutes les difficultés que présentent toujours les conséquences du tremblement de terre en Avril 2015 et le blocus sur la frontière Inde: Notre 2ième Conférence Mondiale des Femmes prendra place comme prévu du 13 au 18 Mars 2016 en Katmandou/Népal!

Le conséquences du tremblement de terre, dont les médias parlent beaucoup actuellement, ne sont pas si graves dans la capitale Katmandou et et les femmes nous disent, que le blocus de la part de l’Inde est desserré actuellement.

Maintenant attaquons le travail dans les deux mois prochains pour faire de notre conférence un plein succès!

Halinka Augustin, Monika Gaertner-Engel
Coordinatrices Européennes de la Conférence Mondiale des Femmes

Weitere Termine: Wo sind wir eingeladen, was unterstützen wir?

  • Samstag, 16. Januar 2016 ab 18.30 Uhr
    „Die Fackel brennt weiter!“ – ein Jahr nach der Schließung von Opel Bochum
    in der Horster Mitte, Schmalhorststraße 1, Gelsenkirchen
  • Donnerstag, 21. Januar, 19.30 Uhr
    „Runder Tisch Flüchtlingshilfe Essen-Kray“
    im Julius-Leber-Haus, Meistersingerstraße 50
  • Im Rahmen des Runden Tisches haben Couragefrauen Kontakt mit den Flüchtlingen im Bonifacius-Zeltdorf in ihrem Stadtteil Kray aufgenommen. Sie wollen v.a. Frauen helfen „Alltags-Deutsch“ zu lernen“ und ab Frühjahr eine Laufgruppe machen.
    Wenn Du mitmachen willst – gerne!
  • Samstag, 13. Februar 2016, 16 Uhr
    Courage-Bergarbeiterfrauen-AG
    in der „Insel“, Carl-Duisberg-Str. 11, 45772 Marl-Hüls

 

Alle unsere Termine im Überblick.