Das können wir von den Kurdinnen in Kobanê lernen: Nicht aufgeben!

Kobanê jubelt über den Erfolg gegen die IS-Miliz!
Großen Respekt, tiefe Anerkennung und unsere ganze Solidarität verdienen die mutigen
kurdischen Freiheitskämpfer/innen. Mit ihrer Überzeugung und ihrem Freiheitsdrang waren sie der waffentechnisch besser ausgerüsteten IS überlegen! Die Türkei und Saudi-Arabien, das auch von Deutschland militärische Ausrüstung erhielt, unterstützen die faschistische IS und somit die Zerstörung der selbstverwalteten, demokratischen Strukturen in der Region Rojava.
Damit wollten sie wohl verhindern, dass Rojava ein Vorbild wird für ihre und andere Länder.
Die Frauen haben maßgeblichen Anteil am Aufbau sowie an der militärischen Verteidigung
dieser hoffnungsvollen Region. Dort wird eine gesellschaftliche Auseinandersetzung geführt um die Durchsetzung der wirklichen Gleichberechtigung, sowie um die Abschaffung der
Ausbeutung von Mensch und Natur.
„Nach monatelangen Kämpfen können die syrischen Kurden die Terrormiliz aus der
nordsyrischen Stadt Kobanê verjagen. Mitte September marschierte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf die nordsyrische Stadt zu, überrannten Dutzende Dörfer im Umland und trieben Zehntausende in die Flucht. Immer enger zogen sie die Schlinge um die Stadt an der türkischen Grenze und eroberten teilweise mehr als die Hälfte ihres Gebiets. Doch die Kurden stellten sich dem IS mutig entgegen. Kurden-Sprecher Idriss Nassan: ’Das ist ein Sieg für alle Kurden!’.
Die kurdische Volksschutzeinheit YPG ist über die syrisch-kurdische Partei der
Demokratischen Union PYD mit der kurdischen Arbeiterpartei PKK verbunden und soll von
dieser in Kobanê auch militärische Hilfe bekommen haben. Die Türkei und USA sehen in der
PKK eine Terrororganisation, die Regierung in Ankara hat sie verboten.“ (WZ 27.1.15)
Übrigens ist die PKK auch in Deutschland verboten. Aber warum wird sie überhaupt verboten,
wo sie doch für ein freies Kurdistan und todesmutig gegen die IS-Faschisten kämpft?
Tatsächlich verboten gehören alle faschistischen Organisationen! Das fordert Courage wie auch andere antifaschistischen Kräfte.
Es wird immer offensichtlicher: Der wirkliche Befreiungskampf soll verhindert werden, indem er als „Terrorismus“ denunziert und kriminalisiert wird.
Selbst unser Frauenverband Courage, der sich seit 24 Jahren für die Rechte und Befreiung der
Frau engagiert, wurde als „extremistisch“ verunglimpft und die Gemeinnützigkeit entzogen.
Wirkliche Demokratie geht anders…
Aber das können wir von den Kurdinnen in Rojava lernen: Nicht aufgeben im Kampf!
Linda Weißgerber, Courage-Wuppertal